Der globale Wettbewerb im autonomen Fahren verschärft sich: Waymo, eine Tochtergesellschaft von Alphabet (GOOGL.US), arbeitet mit Japans Branchenführer zusammen, um den Markt in Tokio zu erschließen.
Die zu Alphabet gehörende Waymo hat gemeinsam mit dem japanischen Taxiriesen angekündigt, im Jahr 2027 einen fahrerlosen Fahrdienst in Tokio einzuführen. Die Aktie des Partners Go stieg daraufhin um 9,7%.
Laut Informationen von Zhihui Finance APP plant Waymo, eine Tochtergesellschaft von Alphabet (GOOGL.US), im Rahmen der fortlaufenden globalen Expansion der US-Marktführer, seine selbstfahrenden Taxis im nächsten Jahr nach Japan zu bringen.
Waymo gab am Dienstag bekannt, dass das Unternehmen mit den japanischen Taxiunternehmen Go Inc. und Nihon Kotsu Co., Ltd. zusammenarbeiten wird, um 2027 einen vollständig autonomen Fahrdienst in Tokio zu starten. Die beiden Unternehmen planen, zunächst mit einer kleinen Fahrzeugflotte zu beginnen und diese dann schrittweise auf 100 Fahrzeuge zu erweitern.
Die Aktie von Go, die die größte Taxi-App Japans betreibt, stieg am Dienstag zeitweise um 9,7 %. Seit dem Börsengang im Juni ist der Kurs bereits um mehr als 40 % gestiegen.
Waymo expandiert in den USA rasant und richtet seinen Blick nun auf Auslandsmärkte – das Unternehmen bereitet derzeit auch einen autonomen Fahrdienst in London vor. In den vergangenen zwölf Monaten hat Waymo bereits Tests in Tokio durchgeführt. Der eigenständige Fahrdienst wird der erste seiner Art auf Japans öffentlichen Straßen sein.
In einem Blogpost erklärte Waymo, dass autonome Taxis „Tokios weltberühmtes Verkehrsnetz ergänzen und Japan helfen werden, den Herausforderungen des demografischen Wandels und des künftigen Arbeitskräftemangels zu begegnen“. Fahrgäste können Fahrten über die Apps von Go und Waymo bestellen.
Autonomes Fahren galt in Japan lange Zeit als utopisch – Straßen sind dort eng und oft überfüllt, die Regulierung ist streng. In den letzten Monaten haben verschiedene Unternehmen aber begonnen, Bewegung in den Markt zu bringen.
Früher in diesem Jahr begann das US-Startup Nuro Inc. mit Tests in Tokio – dies ist nach Kooperationen mit Uber und Lucid Group Inc. der erste Auslandsstandort. Nuro wird unter anderem von Nvidia und Toyota unterstützt und will mit Waymo sowie mit Zoox von Amazon konkurrieren.
Waymo erklärte, dass der Dienst in Japan weiterhin die erforderlichen Genehmigungen und Lizenzen benötigt. Die derzeitigen japanischen Vorschriften schreiben vor, dass unabhängig vom Automatisierungsgrad des Fahrzeugs immer eine Person am Fahrersitz sitzen muss.
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