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Morgan Stanley gibt SpaceX (SPCX.US) ein neues Label: „Sicherheitsnetz“ im AI-Tumult, Kursziel bei 300 US-Dollar.

Morgan Stanley gibt SpaceX (SPCX.US) ein neues Label: „Sicherheitsnetz“ im AI-Tumult, Kursziel bei 300 US-Dollar.

智通财经智通财经2026/09/17 06:33
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Von:智通财经

Während des panikartigen Ausverkaufs von AI-Konzeptaktien vermittelte Morgan Stanley-Analyst Adam Jonas seinen Kunden eine ungewöhnliche Einschätzung: SpaceX könnte gerade in dieser turbulenten Phase das AI-Investment mit den stärksten defensiven Eigenschaften sein.

German财经APP hat erfahren, dass seit letztem Freitag eine Debatte darüber, ob die Entwicklung führender KI-Modelle "bewusst verlangsamt" werden sollte, sich rasch von der Technikszene auf die Kapitalmärkte ausgeweitet hat. Der CEO von Anthropic, Dario Amodei, veröffentlichte am 12. September einen Drei-Stufen-Plan und rief dazu auf, "das Tempo der Entwicklung von führender KI zu steuern". Sam Altman von OpenAI erklärte daraufhin, dass er Amodeis Vorschlag für "unabhängige Bewerter mit Mitarbeiterzugang" übernehmen werde. Selbst der sonst als radikal bekannte Elon Musk schloss sich überraschend dieser Bewegung an. Am ersten Handelstag nach der Meldung fielen weltweit Technologieaktien stark.

Doch während KI-Concept-Aktien panikartig verkauft wurden, vertrat Morgan Stanley-Analyst Adam Jonas gegenüber seinen Kunden eine eher ungewöhnliche Ansicht: SpaceX (SPCX.US) könnte in dieser turbulenten Phase die defensivste KI-Aktie sein. In seinem am 15. September veröffentlichten Bericht bekräftigte Jonas sein "Übergewichten"-Rating für SpaceX mit einem Kursziel von 300 USD und lieferte folgende Gründe:

Vielfältige Basis: Nicht nur eine "KI-Concept-Aktie"

Jonas macht zu Beginn des Berichts eine bemerkenswert ehrliche Aussage. Er schreibt: “Man kann nicht alles haben.” Damit meint er, dass der Großteil von SpaceXs Kapitaleinsatz und langfristigem Gewinnwachstum tatsächlich durch das Unternehmens-KI-Geschäft getrieben wird und jede substanzielle Verlangsamung von KI-Transaktionen ein Gegenwind für diese Aktie bedeutet. Aber das Problem ist, dass SpaceXs Umsatzstruktur nicht nur auf die KI-Rechenleistung setzt.

Morgan Stanley gibt SpaceX (SPCX.US) ein neues Label: „Sicherheitsnetz“ im AI-Tumult, Kursziel bei 300 US-Dollar. image 0

Laut dem am 4. August veröffentlichten Finanzbericht für das zweite Quartal 2026 hat Starlink weltweit bereits 12 Millionen Abonnenten, doppelt so viele wie im Vorjahr mit 6 Millionen und ein Nettowachstum von 1,7 Millionen im Quartal. Die stetige Expansion von Unternehmens- und Regierungskunden macht Starlink zur größten Einnahmequelle von SpaceX derzeit. Jonas meint, dass das Wachstum dieses Cashcow-Geschäfts von der Marktdurchdringung der Satellitenkommunikation angetrieben wird und nicht von einem zyklischen KI-Kapitaleinsatz im Sektor.

Gleichzeitig entwickelt SpaceX das Starship-Projekt nach eigenem Tempo weiter. Laut jüngster Mitteilung der US Federal Aviation Administration wurde der 14. Starship-Testflug auf frühestens den 22. September angepasst und startet von Starbase, Texas. Bei dieser Mission wird erstmals versucht, echte Starlink-Satelliten in die Umlaufbahn zu bringen und zu deployen. Besonders beachtenswert ist der 15. Flug: Gelingt die 14. Mission, plant SpaceX innerhalb von weniger als 30 Tagen den nächsten Start und will beim 15. Test die "Chopsticks"-Roboterarme des Startturms nutzen, um gleichzeitig den Super Heavy Booster und das Starship einzufangen – ein entscheidender Meilenstein für das voll wiederverwendbare System.

Jonas betont, dass das Starship-Starttempo ein klassisch ingenieursgetriebenes Projekt ist und praktisch nichts mit dem Trainingsstand von KI-Modellen oder regulatorischen Auseinandersetzungen zu tun hat.

Langfristige Option: Orbitale KI und Robotik-Kollaboration

Wenn Starlink und Starship das "Nicht-KI-Fundament" von SpaceX bilden, dann sieht Jonas das Weltraum-Rechenleistungsprojekt als langfristige Option. Anfang 2026 beantragte SpaceX bei der FCC die Genehmigung zum Start von bis zu einer Million Rechenzentrumssatelliten. Im Juli legte das Unternehmen das orbitale Rechenzentrum-Projekt "Starmind" offiziell offen, wobei der erste KI-Satellit AI1 etwa 150 kW Spitzenrechenleistung besitzt, sowie 70 Meter Solarpanele und ein Flüssigkeitskühlungssystem. SpaceX kooperiert zudem mit Nvidia (NVDA.US), um für das Orbitumfeld eine speziell für die Vera Rubin NVL72-Architektur angepasste KI-Systemlösung zu entwickeln. Der erste Start ist für das vierte Quartal 2027 vorgesehen.

Jonas gibt zu, dass die großangelegte Umsetzung dieser Vision wahrscheinlich erst nach 2030 erfolgt, im Grunde also "eine Option mit sehr langer Laufzeit". Gleichzeitig weist er darauf hin, dass der Markt dem kollaborativen Ansatz von SpaceX und Tesla (TSLA.US) bei Robotik und heimischer Chipproduktion derzeit praktisch keinerlei Bewertung zugesteht.

Laut öffentlicher Informationen treiben beide Unternehmen gemeinsam das "Terafab"-Halbleiterprojekt voran, das Logikchips, Speicher, Packaging und Tests am selben Standort integriert und Chips für Teslas Optimus-Roboter und Cybercab sowie Komponenten für SpaceX’ geplante Weltraum-Rechenzentren liefert. Tesla ist an SpaceX beteiligt und beide Seiten haben Verträge über Terafab und "Digital Optimus" geschlossen. Musk beschreibt diese Beziehung als "gegenseitige Abhängigkeit" und warnt: "Ohne Terafab wäre Teslas Fähigkeit, die Produktion von Optimus zu erweitern, limitiert."

Finanzielle Flexibilität: Viel Bargeld, borrowing as needed

Auf der Bilanzebene hebt Jonas das aktive Kapitalmanagement von SpaceX hervor. Ende des zweiten Quartals hielt das Unternehmen etwa 100 Milliarden Dollar Gesamtbarmittel und circa 6 Milliarden Dollar Nettobarmittel.

Jonas erwartet, dass SpaceX in Zukunft massiv über den Anleihemarkt finanziert, das Verschuldungs/EBITDA-Verhältnis auf 1,5 bis 2-fach erhöhen wird, wobei Tempo und Umfang vollständig von der Unternehmensleitung gesteuert werden können – "man gibt nur das aus, was man leihen kann, und nur unter der Voraussetzung, dass die Geschäftspläne funktionieren." Nach dem IPO erhielt SpaceX von den drei großen Ratingagenturen Investment-Grade-Ratings und gab 20 Milliarden Dollar kurzfristige, unbesicherte Notes zur Rückzahlung von im nächsten Jahr fälligen Brückendarlehen aus. Diese Finanzierungsfähigkeit bietet im Falle einer KI-Verlangsamung einen zusätzlichen Schutz.

Bewertung: Markt preist KI-Geschäft kaum ein

Aus Bewertungssicht schätzt Jonas, dass von SpaceX’ etwa 2 Billionen Dollar Marktwert rund drei Viertel vom Weltraum- und Kommunikationsgeschäft stammen. Zieht man das KI-Geschäft ab, beträgt der Aktienpreis etwa 125 Dollar – etwa 8 Dollar pro Aktie für das Weltraumgeschäft und 118 Dollar pro Aktie für Satellitenkommunikation. Nach aktuellem Kurs macht das KI-Geschäft (Unternehmens-KI plus X und Grok) nur etwa 10% des impliziten Marktwerts aus, also rund 17 Dollar je Aktie (bei einer KI-Bewertung von 183 Dollar pro Aktie). Jonas hatte im Juli bereits erklärt: "SpaceX bei 100 Dollar bedeutet, dass der KI-Wert auf null gesetzt wird."

Er führte zusätzlich eine Sensitivitätsanalyse aus: Für jedes zusätzliche 1GW Nenn-Rechenleistung (bei 50 USD pro Watt, 70% Margen, 10-fache EBITDA-Kapitalisierung) steigt der Wert pro Aktie um etwa 27 USD – das macht 15 bis 20% des aktuellen Kurses aus. Morgan Stanley prognostiziert für das Geschäftsjahr 2027 eine KI-Rechenleistung von 4,9GW, die Unternehmensziele liegen "nahe bei 10GW".

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“Der Musk-Faktor”

Der fünfte Grund von Jonas betrifft Musk selbst. In seinem Report schreibt er, dass aus zwanzig Jahren Beobachtung von Musks Führungsstil feststeht: "Er ist nicht jemand, der eine gute Krise verschwenden würde." Jonas sieht die Leistungen von Tesla während des "Produktionshöllen"-Jahres 2018-2019 und während der Corona-Pandemie 2020-2021 als Beweise dafür, dass das Unternehmen unter Druck sowohl operativ als auch beim Börsenkurs Durchbrüche erzielen kann.

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