Applied Materials (AMAT.US) investiert 5 Milliarden Dollar in Indien! In den nächsten zehn Jahren verstärkte Forschung und Entwicklung, Aufbau der Lieferkette und Förderung von Halbleiter-Fachkräften.
Der US-amerikanische Halbleiterausrüstungshersteller Applied Materials (AMAT.US) erklärte am Donnerstag auf der indischen Flagship-Chip-Konferenz SEMICON India, dass er in den nächsten zehn Jahren 5 Milliarden US-Dollar in Indien investieren wird, um seine Geschäftsaktivitäten dort auszubauen.
Wie die APP von Zhitong Finance meldet, kündigte der US-amerikanische Halbleitergerätehersteller Applied Materials (AMAT.US) am Donnerstag auf der indischen Leitmesse SEMICON India an, in den nächsten zehn Jahren 5 Milliarden US-Dollar in Indien zu investieren, um seine Geschäftsaktivitäten in Indien auszuweiten.
In Neu-Delhi findet eine dreitägige Veranstaltung statt, auf der Indien seine Halbleiterambitionen in den Bereichen Chipmaterialien, Design, Fertigung und Packaging präsentiert. An dieser Konferenz nehmen über 600 Unternehmen und Vertreter aus 52 Ländern teil.
Seit Jahresbeginn verschärft sich der globale Kampf um Chipkapazitäten, und die stark gestiegene Nachfrage nach Rechenleistung für künstliche Intelligenz verschärft die angespannte Lage zusätzlich und vermischt sich mit geopolitischen Konflikten.
Während die USA und China gegenseitige Exportbeschränkungen für Chiptechnologie verhängen, positioniert sich Indien als "verlässlicher Partner", um Unternehmen anzuziehen, die ihre Risiken streuen wollen.
Der indische Premierminister Narendra Modi sagte: „Die Welt braucht dringend neue und verlässliche Produktionsstandorte. Ich kann verantwortungsvoll sagen, dass Indien sich kontinuierlich darauf vorbereitet.“
Die indische Regierung schätzt, dass der Halbleiterverbrauch des Landes bis 2030 voraussichtlich 110 Milliarden US-Dollar erreichen wird, verglichen mit 45 bis 50 Milliarden US-Dollar im Jahr 2025.
Applied Materials ist einer der weltweit größten Hersteller von Halbleitergeräten. Das Unternehmen gab an, dass sich seine Investitionen in Indien auf Forschung und Entwicklung, Expansion der Lieferkette und Beschäftigtenwachstum konzentrieren werden.
Indien hat bereits mehr als 21 Milliarden US-Dollar in zwei wichtige Halbleiter-Incentive-Programme zugesagt, bleibt jedoch in dieser kapitalintensiven Branche ein Nachzügler. Regionen wie Taiwan sind seit Jahrzehnten in diesem Bereich aktiv.
In den vergangenen fünf Jahren wurden im Rahmen des indischen Förderprogramms 12 Projekte genehmigt, drei Chip-Packaging-Fabriken haben bereits mit der kommerziellen Produktion begonnen, darunter ein von Micron Technology (MU.US) betriebenes Werk.
Indiens Halbleiterinitiative hat jedoch bisher noch keinen einzigen Chip aus einer großen Waferfabrik hervorgebracht. Das Vorzeigeprojekt des Landes – die mit 10 Milliarden US-Dollar von Tata Electronics gebaute Waferfabrik im westlichen Bundesstaat Gujarat – hat die kommerzielle Produktion um fast zwei Jahre verschoben.
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