KYI Tech integriert Identität in Stablecoins, um Betrugskrise in Höhe von 1,6 Milliarden Dollar zu verhindern
- Circle und Paxos testen gemeinsam mit Bluprynt KYI-Technologie, um verifizierte Emittentenidentitäten in Stablecoins zu integrieren und damit jährliche Betrugsverluste in Höhe von 1.6 Milliarden Dollar zu bekämpfen. - Das blockchain-native System ermöglicht die Echtzeit-Verifizierung von Token über Wallets und Explorer und entspricht den regulatorischen Änderungen in den USA gemäß dem GENIUS Act. - Durch die Anbindung prüfbarer Nachweise an Token bei der Ausgabe stärkt der Rahmen die Transparenz und Compliance für große Stablecoins wie USDC und PYUSD. - Regulierungsbehörden und Branchenführer unterstützen diese Initiative als wichtigen Schritt.
Circle und Paxos, zwei führende Stablecoin-Emittenten, haben sich mit Bluprynt zusammengeschlossen, um ein Verifizierungssystem zu testen, das gefälschte Stablecoins bekämpfen soll. Die Initiative, genannt "Know Your Issuer" (KYI), integriert verifizierte digitale Identitäten direkt in Stablecoin-Token und ermöglicht es den Nutzern, Vermögenswerte bis zu ihren legitimen Emittenten zurückzuverfolgen. Das Pilotprogramm, das Circles USDC und PayPals PYUSD integriert, zielt darauf ab, Verluste durch gefälschte Token zu verringern, die laut Bluprynt die Nutzer jährlich mindestens 1.6 Milliarden US-Dollar kosten. Durch die Anbindung verifizierter Nachweise an digitale Vermögenswerte auf der Blockchain soll die Lösung die Markenintegrität wahren und Betrug reduzieren. Das Pilotprojekt wurde angekündigt, als das U.S. Office of the Comptroller of the Currency neue Richtlinien für Banken zur Verwaltung digitaler Vermögenswerte einführte, was auf eine regulatorische Verschiebung hin zu klarerer Aufsicht über Krypto-Dienstleistungen hindeutet [1].
Bluprynts KYI-Modell ist eine Adaption der traditionellen KYB-Compliance (Know Your Business), jedoch mit einem blockchain-nativen Ansatz. Es ermöglicht Emittenten, überprüfbare Identitäten bereits bei der Ausgabe an Token anzuhängen und bietet so einen transparenten und prüfbaren Mechanismus sowohl für Privatanleger als auch institutionelle Nutzer. Dieses System könnte in digitale Wallets und On-Chain-Tools wie Blockchain-Explorer integriert werden, um eine Echtzeit-Verifizierung der Token-Echtheit zu ermöglichen. Christopher Giancarlo, ehemaliger CFTC-Vorsitzender und Paxos-Vorstandsmitglied, lobte das Framework als Durchbruch für die Integrität digitaler Vermögenswerte. Die Technologie entspricht zudem den wachsenden regulatorischen Anforderungen an Transparenz und Verantwortlichkeit im Kryptobereich, insbesondere da die Branche sich weiterentwickelt, um bundesstaatliche Standards wie die des GENIUS Act zu erfüllen [2].
Das Pilotprojekt kommt zu einem günstigen Zeitpunkt, da die US-Regierung weiterhin an einem regulatorischen Rahmenwerk für Stablecoins arbeitet. Der GENIUS Act, der im Juli 2025 verabschiedet wurde, legte klare Anforderungen für die Emission von Stablecoins fest, darunter eine Eins-zu-eins-Deckung durch Reserven, monatliche Offenlegungen und verpflichtende Audits für große Emittenten. Das Gesetz schließt Stablecoins zudem von der Einstufung als Wertpapiere oder Rohstoffe aus und stellt sie unter die Aufsicht von Bankenregulatoren. Diese Entwicklung wird als großer Erfolg für die Branche angesehen, da sie Stablecoins als Finanzinstrument mehr Klarheit und Legitimität verleiht. Circles USDC und PayPals PYUSD, ausgegeben von Paxos, gehören zu den größten Stablecoins nach Marktkapitalisierung und sind mit 69 Milliarden US-Dollar bzw. 1.1 Milliarden US-Dollar bewertet [3].
Das KYI-Framework wird außerdem mit Solanas Attestation Service integriert, sodass Emittenten Nachweise direkt On-Chain veröffentlichen können. Diese Infrastruktur ermöglicht es Wallet-Anbietern, Explorern und anderen Tools, die Legitimität von Token zu überprüfen, ohne auf Off-Chain-Systeme angewiesen zu sein. Dies ist besonders relevant in einem Markt, in dem gefälschte Token, die oft auf Plattformen wie Pump.fun erstellt werden, echten Stablecoins täuschend ähnlich sehen können. Phantom und andere Self-Custody-Wallets zeigen bereits Preisunterschiede an, doch die optische Ähnlichkeit zwischen gefälschten und echten Token bleibt ein Risiko. Das KYI-System will dem entgegenwirken, indem es einen überprüfbaren Ausgabebeweis liefert, das Vertrauen stärkt und Verwirrung bei den Nutzern reduziert [1].
Analysten gehen davon aus, dass das Pilotprojekt breitere regulatorische Bemühungen zur Bekämpfung von Finanzkriminalität im Kryptobereich beeinflussen könnte. Das US-Finanzministerium hat die Öffentlichkeit um Beiträge zu Technologien gebeten, die illegale Aktivitäten bei digitalen Vermögenswerten erkennen können, und Frameworks wie KYI bieten ein mögliches Modell zur Sicherstellung der Compliance. Da Stablecoins zunehmend in die traditionelle Finanzwelt integriert werden, werden Tools, die Transparenz und Verantwortlichkeit erhöhen, wahrscheinlich eine entscheidende Rolle für das Vertrauen in den Markt spielen. Der GENIUS Act hat bereits dazu geführt, dass große Banken und Fintech-Unternehmen Stablecoin-Angebote prüfen; JPMorgan, Citigroup und andere entwickeln eigene digitale Vermögenswerte oder Zahlungslösungen. Diese Entwicklungen deuten auf einen stärker regulierten, transparenteren und institutionellen Stablecoin-Markt hin [5].
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