Chinesische Geldwäsche-Netzwerke schleusen 312 Milliarden Dollar für Kartelle und Kriminelle
- FinCEN enthüllt, dass chinesische Geldwäsche-Netzwerke (CMLNs) von 2020 bis 2024 insgesamt 312 Milliarden US-Dollar gewaschen haben und damit mexikanische Kartelle bei Drogenhandel sowie anderen Verbrechen wie Menschenhandel und Betrug unterstützt haben. - Die CMLNs agieren als Vermittler, ermöglichen es den Kartellen, Währungskontrollen zu umgehen, und helfen chinesischen Staatsangehörigen, Devisenbeschränkungen durch Briefkastenfirmen und Geldkuriere zu umgehen. - Die Netzwerke erleichtern zudem Immobilienkäufe, Betrug im Gesundheitswesen und Missbrauch älterer Menschen, wobei 53,7 Milliarden US-Dollar mit Immobilientransaktionen in Verbindung stehen, die sie betreffen.
US-Finanzaufsichtsbehörden haben bekannt gegeben, dass chinesische Geldwäsche-Netzwerke (CMLNs) an der Geldwäsche von etwa 312 Milliarden US-Dollar in verdächtigen Transaktionen von Januar 2020 bis Dezember 2024 beteiligt waren, wie das Financial Crimes Enforcement Network (FinCEN) des US-Finanzministeriums berichtet. Diese Netzwerke werden hauptsächlich von in Mexiko ansässigen Drogenkartellen genutzt, um illegale Erlöse aus dem Drogenhandel, einschließlich Fentanyl-Geschäften, sowie aus anderen Straftaten wie Menschenhandel und Betrug zu waschen. FinCEN hat eine Warnung und eine Analyse finanzieller Trends herausgegeben, um Finanzinstitute auf das Ausmaß und die Methoden dieser Operationen aufmerksam zu machen und zu erhöhter Wachsamkeit sowie verbesserten Erkennungsfähigkeiten aufzurufen.
Die Warnung hebt hervor, dass CMLNs häufig als Vermittler zwischen Drogenkartellen und chinesischen Personen agieren, die versuchen, die strengen Devisenkontrollgesetze Chinas zu umgehen. Durch die Ermöglichung des Transfers von US-Dollar erlauben CMLNs den Kartellen, illegale Drogenerlöse in nutzbare Währungen umzuwandeln und helfen gleichzeitig chinesischen Staatsangehörigen, Beschränkungen für Auslandsüberweisungen zu umgehen. Diese wechselseitige Beziehung wird durch regulatorische Einschränkungen sowohl in Mexiko als auch in China angetrieben, die direkte Finanzströme für Kartelle und chinesische Bürger gleichermaßen erschweren. FinCEN betont, dass das US-Finanzsystem kein Kanal für diese kriminellen Netzwerke sein darf.
Neben Erlösen aus Drogengeschäften sind CMLNs in eine Reihe weiterer illegaler Aktivitäten verwickelt. Laut den von FinCEN analysierten Daten reichten Finanzinstitute 1.675 Verdachtsmeldungen ein, die möglicherweise mit Menschenhandel oder -schmuggel in Verbindung stehen. Es gab zudem 43 Meldungen über Transaktionen im Wert von 766 Millionen US-Dollar, die mit 83 Tagespflegeeinrichtungen für Erwachsene und Senioren in New York in Zusammenhang stehen. Die Netzwerke wurden auch mit Betrug im Gesundheitswesen, Missbrauch älterer Menschen und verdächtigen Glücksspielaktivitäten in Verbindung gebracht, was die breite Palette ihrer Operationen verdeutlicht.
Immobilien haben sich als bedeutendes Mittel zur Geldwäsche illegaler Gelder herausgestellt. FinCEN identifizierte 17.389 Verdachtsmeldungen, die sich auf Transaktionen im Wert von über 53,7 Milliarden US-Dollar im Immobiliensektor beziehen. CMLNs nutzen häufig Geldkuriere oder Briefkastenfirmen, um Immobilien zu erwerben, die dann als Investition oder Vermögenswert entweder für das Netzwerk selbst oder für wohlhabende chinesische Kunden genutzt werden. Diese Transaktionen sind oft komplex und beinhalten Dritte, was die Herkunft der Gelder zusätzlich verschleiert.
Um diese Aktivitäten zu bekämpfen, hat FinCEN wichtige Indikatoren herausgearbeitet, die Finanzinstitute überwachen sollten. Beispielsweise geben Geldkuriere bei der Kontoeröffnung häufig Berufe wie „Student“, „Hausfrau“ oder „Rentner“ an, was nicht mit den hohen Transaktionsvolumina auf ihren Konten übereinstimmt. Solche Muster können als Warnsignale für verdächtiges Verhalten dienen. Die Warnung enthält eine detailliertere Liste von Indikatoren, um Institutionen bei der Erkennung und Meldung von CMLN-Aktivitäten zu unterstützen.
Die Bemühungen von FinCEN stehen im Einklang mit umfassenderen Regierungsstrategien zur Bekämpfung transnationaler Kriminalität, indem die finanzielle Infrastruktur ins Visier genommen wird, die illegale Aktivitäten unterstützt. Die Warnung und die Analyse finanzieller Trends zielen darauf ab, die Zusammenarbeit zwischen Finanzinstituten und Aufsichtsbehörden zu stärken, um diese Netzwerke zu identifizieren und zu zerschlagen. Auf diese Weise will die US-Regierung die Verbreitung von CMLNs verhindern und deren Auswirkungen auf die öffentliche Sicherheit und die Integrität des Finanzsystems verringern.
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