Japan und Indien schmieden eine Technologie-Arbeitskräfte-Allianz im Wert von 6,8 Milliarden Dollar, um globalen Herausforderungen entgegenzuwirken.
Japan plant, die Investitionen in Indien bis 2030 auf 6,8 Milliarden US-Dollar pro Jahr zu verdreifachen, indem das Land die junge Bevölkerung Indiens nutzt, um Japans alternde Bevölkerung und Arbeitskräftemangel anzugehen. Die Premierminister Modi und Ishiba unterzeichneten 11 Abkommen in den Bereichen Technologie, Verteidigung und saubere Energie, mit dem Ziel, innerhalb von fünf Jahren 500.000 Arbeitskräfte- und Studentenaustausche zu ermöglichen. Die Partnerschaft zielt auf gemeinsame Projekte in den Bereichen Batterien, Robotik und Halbleiter ab, während sie Chinas Einfluss sowie US-Zölle durch komplementäre Stärken entgegenwirken will.
Japan erhöht seine Investitionen in Indien erheblich und plant, bis zum Ende des Jahrzehnts jährlich 6,8 Milliarden US-Dollar zu investieren, um die junge indische Arbeitskraft zu nutzen und so den Herausforderungen der alternden Bevölkerung Japans zu begegnen. Diese Entscheidung folgt auf einen Gipfel zwischen dem indischen Premierminister Narendra Modi und dem japanischen Premierminister Shigeru Ishiba in Tokio, bei dem die beiden Staatschefs eine gemeinsame Vision zur Stärkung der wirtschaftlichen und technologischen Zusammenarbeit skizzierten. Dies bedeutet eine Verdreifachung der japanischen Privatinvestitionen in Indien im Vergleich zum durchschnittlichen Jahreswert von etwa 2,7 Milliarden US-Dollar in den 2010er Jahren [1].
Die Zusammenarbeit ist Teil einer umfassenderen Strategie zur Förderung des Austauschs von Arbeitskräften und Studierenden, mit dem Ziel, in den nächsten fünf Jahren eine halbe Million solcher Austausche zu ermöglichen. Die alternde und schrumpfende Bevölkerung Japans hat zu Arbeitskräftemangel geführt, und das Land hofft, von der großen und wachsenden Arbeitskraft Indiens zu profitieren. Ishiba betonte die komplementären Stärken beider Länder und erklärte, dass Japans fortschrittliche Technologie und Indiens Talent sowie Marktpotenzial eine dramatische Ausweitung der wirtschaftlichen Beziehungen vorantreiben können [1].
Während des Gipfels unterzeichneten die beiden Staatschefs elf Dokumente, die die Zusammenarbeit in verschiedenen Sektoren abdecken, darunter Sicherheit, Verteidigung, saubere Energie, Technologie und Raumfahrt. Die gemeinsame Vision beinhaltet auch einen langfristigen Fokus auf die Bewältigung gemeinsamer geopolitischer Herausforderungen wie den wachsenden Einfluss Chinas und US-Zölle. „Japanische Technologie und indisches Talent sind eine gewinnende Kombination“, erklärte Modi und hob das Potenzial für Joint Ventures in Schlüsselindustrien wie Batterien, Robotik, Halbleiter, Schiffbau und Kernenergie hervor [1].
Modi unterstrich zudem die Bedeutung Japans als strategischen Partner für die Entwicklung Indiens und wies darauf hin, dass das indische Geschäftsumfeld durch jüngste Reformen transparenter und vorhersehbarer geworden sei. Er nannte den Erfolg des japanischen Automobilherstellers Suzuki Motor Corp. in Indien als Beispiel dafür, was durch solche Partnerschaften erreicht werden kann. Beide Staatschefs zeigten sich zuversichtlich, dass Indien und Japan die Technologierevolution in Bereichen wie grüner Energie und Mobilität der nächsten Generation anführen können [1].
Der Gipfel findet zu einem entscheidenden Zeitpunkt für Ishiba statt, der seine innenpolitische Position stärken möchte, nachdem die Koalition seiner regierenden Liberaldemokratischen Partei nach den Wahlen im Juli ihre Mehrheit im Oberhaus verloren hat. Durch die Demonstration starker internationaler Beziehungen will Ishiba seine Position als fähiger Führer festigen. Unterdessen geht Modis Engagement mit Japan seinem geplanten Treffen mit chinesischen Offiziellen voraus, was auf einen umfassenderen diplomatischen Ansatz hindeutet, da er bestrebt ist, die Beziehungen zu wichtigen regionalen Mächten auszubalancieren [1].
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