Michael Saylor signalisiert neuen Bitcoin-Kauf, während MicroStrategy rechtliche Entlastung erhält
Michael Saylor deutete auf weitere Bitcoin-Käufe für Strategy hin, wobei die Käufe in diesem Jahr durch 5.6 Milliarden US-Dollar aus den IPO-Erlösen finanziert wurden.
MicroStrategy (jetzt Strategy) CEO Michael Saylor hat erneut auf zusätzliche Bitcoin-Käufe hingewiesen und damit die aggressive Treasury-Strategie des Unternehmens bekräftigt.
Am 31. August veröffentlichte Saylor ein Diagramm von der unabhängigen Plattform „Saylor Tracker“, die die Bitcoin-Bestände von Strategy im Zeitverlauf abbildet.
Saylor deutet auf neuen Bitcoin-Kauf hin
Das Bild zeigte Cluster von orangefarbenen Punkten, die die Kaufhistorie des Unternehmens darstellen, begleitet von seinem Kommentar: „Bitcoin ist immer noch im Angebot.“
Bitcoin ist immer noch im Angebot.
Solche Beiträge gingen in der Vergangenheit häufig offiziellen Kaufankündigungen voraus.
Beobachter merken an, dass das Unternehmen in den vergangenen drei Wochen jeweils montags neue Bitcoin-Kaufmeldungen eingereicht hat, was darauf hindeutet, dass sich dieses Muster auch im September fortsetzen könnte.
Erst letzte Woche gab Strategy bekannt, dass sie 3.081 BTC zu einem Preis von 356,87 Millionen Dollar erworben haben, was einem Durchschnittspreis von 115.829 Dollar pro Coin entspricht. Dieser Kauf erhöhte den Gesamtbestand auf 632.457 BTC, mit einem geschätzten Wert von 68,6 Milliarden Dollar.
Strategy hat sich stark auf die Aktienmärkte verlassen, um ihre Käufe zu finanzieren. Bislang hat das Unternehmen im Jahr 2025 5,6 Milliarden Dollar durch IPOs aufgenommen, was etwa 12% aller US-Börsengänge entspricht.
Strategys IPO-Aktivität im Jahr 2025. Quelle: Strategy Unterdessen hat diese aggressive Kapitalbeschaffung die Aktienperformance des Unternehmens nicht wesentlich beeinträchtigt.
Laut Strategy haben die MSTR-Aktien im Jahresvergleich konstant besser abgeschnitten als die sogenannten Magnificent Seven Technologieaktien.
Gerichtsverfahren eingestellt
Saylors Bemerkung fiel mit dem Rückzug einer Sammelklage zusammen, die seit Mai anhängig war.
Anleger hatten behauptet, dass Strategy die Aktionäre durch Überbewertung der Vorteile der Fair-Value-Bilanzierung getäuscht habe, die es ermöglicht, digitale Vermögenswerte jedes Quartal zum Marktpreis zu bewerten.
Bloomberg berichtete, dass die Kläger den Fall „mit Vorbehalt“ abgewiesen haben, was sie daran hindert, die gleichen Ansprüche erneut geltend zu machen.
Diese Entscheidung beseitigt eine erhebliche Belastung für das Unternehmen und könnte einen nützlichen Präzedenzfall für andere Unternehmen schaffen, die Bitcoin als Bilanzreserve halten.
Indem Strategy rechtliche Entlastung sicherte und gleichzeitig weitere Bitcoin-Akkumulation signalisierte, bekräftigte das Unternehmen seinen doppelten Ansatz, die Kapitalmärkte zu nutzen und das Bitcoin-als-Treasury-Modell zu verstärken.
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