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[Englischer Long-Post] Die neue Positionierung des globalen Kryptomarktes: Wer übernimmt die Rolle der „Mittelplattform“?

[Englischer Long-Post] Die neue Positionierung des globalen Kryptomarktes: Wer übernimmt die Rolle der „Mittelplattform“?

ChainFeedsChainFeeds2025/09/01 08:52
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Von:arndxt

Chainfeeds Zusammenfassung:

Wenn die Steuerpolitik mit der politischen Rhetorik Schritt hält, hat Japan das Potenzial, zum „Middle Office“ der Kryptoindustrie zu werden: ein Ort, an dem Kapital in Produkte, Produkte in Vertrieb und Vertrieb weiter in politische Verhandlungsmasse umgewandelt werden.

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arndxt

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arndxt: In den letzten Jahren verlagert sich das Zentrum der Kryptoindustrie im asiatisch-pazifischen Raum stillschweigend, wobei der Politikwechsel Japans einer der Schlüsselfaktoren ist. Früher war Japans Haltung zu Krypto-Assets eher „tolerant“, heute hingegen ist sie eindeutig auf „Wettbewerb“ ausgerichtet, mit dem klaren Signal, ein Compliance-Hub für Ostasien werden zu wollen. Sollte Japan das Steuersystem für Krypto-Assets von bis zu 55 % „sonstigen Einkünften“ auf eine einheitliche Finanzsteuer von etwa 20 % (Unternehmenssteuersatz für Compliance-Entitäten ca. 15 %) umstellen, würde Japan als drittgrößte Volkswirtschaft der Welt öffentlich um eine gleichwertige Position im Bereich der digitalen Vermögenswerte in Ostasien mit den USA konkurrieren. Darüber hinaus optimiert Japan die Visa-Wege, senkt die Kosten für Mitarbeiter-Visa und macht es internationalen Teams attraktiver, sich in Tokio zu engagieren. Deshalb beschleunigen nicht nur große Börsen ihre Expansion vor Ort, sondern auch nordamerikanische Fonds und Vertreter der Tokyo Stock Exchange sind regelmäßig auf Branchenevents präsent. Insgesamt baut Japan eine konforme, sichere und pragmatische „Middle Office“-Stadt auf, die für Gründer, Börsen und Kapitalgeber gleichermaßen attraktiv ist. Vor diesem Hintergrund ist zu erwarten, dass künftig auf dem Markt Yen-denominierte Staking Notes, digitale Vermögenswerte in den Bilanzen börsennotierter Krypto-Unternehmen und sogar japanisch verpackte LST ETF-Produkte auftauchen werden. Sollte die USA bei der entsprechenden Genehmigung zögern, hätte Japan die Chance, sich frühzeitig zu positionieren. Im Bereich der Cross-Chain-Brücken entwickelt sich der Wettbewerb zu einem Kampf um Distribution. LayerZero gewann die Stargate-Governance-Abstimmung, während Wormhole mit einem höheren Barangebot konterte – beide kämpfen um die Routing-Rechte für Cross-Chain-Liquidität. Wer die Flusspfade kontrolliert, kontrolliert auch die Gebührenaufteilung, den Zugang zur User Experience und die Aufmerksamkeit der Entwickler. Das bedeutet, dass sich der Burggraben der Protokolle von technischen Vorteilen zunehmend in Richtung Markterschließung und Sicherheitsreputation verschiebt. Gleichzeitig beschleunigt sich die Professionalisierung der Marktstruktur. Der von Jump Crypto eingeführte „Dual-Flow Batch Auction“ (DFBA)-Mechanismus versucht, durch parallele Millisekunden-Auktionen und einheitliche Abrechnung die „Latenzmiete“ des Hochfrequenzhandels zu reduzieren, um toxischen Traffic zu verringern und die Qualität und Tiefe der Quotes zu verbessern. Sollte sich dieser Mechanismus durchsetzen, werden dezentrale Börsen (DEX) in Zukunft bei der Ausführungsqualität den Dark Pools der Top-Prime-Broker immer näher kommen, während sie ihre transparente On-Chain-Eigenschaft beibehalten. Das ultimative Ziel dieses Wandels ist es, DeFi von einem „Speed Game“ zu einem reifen Markt zu machen, in dem Preis und Liquiditätsqualität entscheidend sind. Mit anderen Worten: Das Wachstum der nächsten DEX-Generation wird aus mechanischer Innovation und Optimierung der Marktstruktur resultieren, nicht mehr nur aus Liquiditätsanreizen. Insgesamt ist der Kernantrieb der nächsten Phase des Kryptomarktes nicht mehr das „globale Ansteigen der Liquidität“, sondern der „Aufbau institutioneller Infrastrukturen“. Die anhaltenden ETF-Zuflüsse, Treasury-Strategien von Unternehmen (wie die Akkumulation und Rückkäufe von ETHZilla), sichere Staking-Module der Börsen, Re-Staking-Ertragsverteilung und regulierte LST-Produkte ersetzen die alte Logik „Geldmengenwachstum → Preisanstieg“. Noch wichtiger ist, dass politische und institutionelle Veränderungen die Kapitalflüsse neu definieren: Wer sind die täglichen, stetigen Käufer und kann der Markt ihnen einen zuverlässigen, konformen und reibungsarmen Zugang bieten? Das erklärt auch, warum der WebX-Gipfel in Tokio diesen Sommer über 12.000 Teilnehmer anzog, von denen 80 % der Aussteller aus dem Ausland kamen, mehr als 50 % der Teilnehmer lokale Nutzer waren und fast 90 Side-Events stattfanden. Diese Kombination aus „externer Versorgung + lokaler Nachfrage + freundlicher Regulierung“ ist ein typisches Vorzeichen für eine beschleunigte Kapitalbildung. In Zukunft muss Tokio nicht der größte Risikokapitalplatz werden, sondern der am besten „verwahrbare“ Ort – hier gründen Gründer Unternehmen, Börsen beantragen Lizenzen, Fonds treffen Regulatoren und Unternehmen geben strukturierte Produkte in einem konformen Umfeld aus und vertreiben sie. So könnte Japan im nächsten Zyklus tatsächlich die Rolle des „globalen Krypto-Middle Office“ übernehmen. [Originaltext auf Englisch]

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