Pantheon Macro warnt: Staatliche Eingriffe in die Geldpolitik haben langfristige Folgen – Trump setzte die Federal Reserve schon früher unter Druck
Der Makroökonom von Pantheon, Samuel Tombs, warnte in seinem neuesten Bericht davor, dass der jüngste Druck von Präsident Trump auf die Federal Reserve zur Zinssenkung einen gefährlichen historischen Zyklus staatlicher Eingriffe in die Geldpolitik widerspiegelt. Das Institut blickte auf zwei typische historische Zyklen zurück: Die staatlichen Eingriffe in den USA in den 1970er Jahren führten zu einer Hyperinflation, und in Großbritannien verursachte die direkte Steuerung der Zinssätze durch die Regierung vor der Unabhängigkeit der Bank of England in den späten Jahrzehnten des letzten Jahrhunderts eine politische Katastrophe.
„Während der Zeit, in der die britische Regierung die Zinssätze kontrollierte, kam es mindestens einmal zu einem katastrophalen Inflationsanstieg“, betonte Tombs. „Die Lehren aus einer politisch getriebenen Geldpolitik sind bis heute von warnender Bedeutung.“ Der Bericht hebt besonders hervor, dass die Inflationsrate in Großbritannien in den 1980er Jahren mit 21,9 % einen historischen Höchststand erreichte – eine direkte Folge übermäßiger staatlicher Eingriffe. Analysten warnen: „Trump wird nicht der erste Regierungschef sein, der aus kurzfristigen politischen Interessen alles auf eine Karte bei der Geldpolitik setzt – aber die Geschichte zeigt, dass solche Spiele am Ende einen hohen Preis fordern.“
Die im Bericht präsentierten Daten belegen, dass die durchschnittliche jährliche Inflationsrate im Vereinigten Königreich vor der Unabhängigkeit der Bank of England im Jahr 1997 bei 6,5 % lag; in den zwanzig Jahren nach der Unabhängigkeit stabilisierte sich dieser Wert im Zielbereich von 2 %. Dieser deutliche Kontrast liefert ein starkes Argument für den aktuellen Kampf um die Unabhängigkeit der Zentralbanken.
Haftungsausschluss: Der Inhalt dieses Artikels gibt ausschließlich die Meinung des Autors wieder und repräsentiert nicht die Plattform in irgendeiner Form. Dieser Artikel ist nicht dazu gedacht, als Referenz für Investitionsentscheidungen zu dienen.
Das könnte Ihnen auch gefallen
BCA: Tag der Befreiung 2.0 – Zollpolitik und Ausblick auf die Zwischenwahlen 2026

Alle Augen sind auf Washington gerichtet: Kommt nächste Woche die „Superwoche der Zentralbanken“ mit einer Zinserhöhungswelle der G7?
Angesichts steigender Inflation, geopolitischer Konflikte und Ölpreisen über 100 erlebt die G7-Zentralbanken eine entscheidende Zinsentscheidungswoche. Angetrieben durch eine über den Erwartungen liegende Kerninflation wird von der Federal Reserve die erste Zinserhöhung seit drei Jahren erwartet; die Bank of Japan dürfte die Zinsen auf 1,25 % anheben, den höchsten Stand seit 30 Jahren; auch die hawkische Haltung der Zentralbanken Großbritanniens, Europas und Kanadas wird gleichzeitig verstärkt. Die globale Geldpolitik steht vor einem bedeutenden kollektiven Wendepunkt hin zu einer restriktiveren Ausrichtung.
Wird die Fed die Zinsen „kontinuierlich anheben“? Wird sich der „Straffungszyklus“ der späten 1980er Jahre wiederholen?
Ein Bericht von Citi weist darauf hin, dass das aktuelle makroökonomische Umfeld dem restriktiven Zyklus von 1988-1989 sehr ähnlich ist: Damals blieb die Wirtschaft widerstandsfähig, und der Inflationsdruck baute sich schrittweise auf, bevor die wirtschaftliche Aktivität nachließ und die Politik auf eine Lockerung umschwenkte. Während des restriktiven Zyklus damals erhöhte die Federal Reserve die Zinssätze 16 Mal in Folge.
Erzrivalen vereinen sich selten! Elon Musk und Sam Altman unterstützen Dario Amodeis Aufruf zur globalen Verlangsamung von KI
Anthropic Amodei ruft zu einer weltweiten Verlangsamung von KI auf, und die Rivalen Musk sowie Altman treten überraschend gemeinsam öffentlich für diese Initiative ein. Die drei großen Akteure stimmen darin überein, Dritten „Mitarbeiter-Level“-Bewertungsrechte zu gewähren und eine koordinierte Drosselung umzusetzen; Altman kündigte darüber hinaus direkt an, dass OpenAI dieses Jahr keinen Börsengang anstrebt. Der wütende Rücktritt eines Forschers und das kollektive Ausbrechen unkontrollierbarer KIs entfachten die lang angestaute Panik in der Branche.
