So könnte ein schwacher Arbeitsmarktbericht Gewinne für Krypto bedeuten
Der Arbeitsmarktbericht für August ist da, und je nach Perspektive ist er entweder besorgniserregend oder der nächste große Katalysator für Krypto. Während Ökonomen mit 230.000 Erstanträgen auf Arbeitslosenunterstützung gerechnet hatten, lag die tatsächliche Zahl bei 237.000. Auch die Zahl der offenen Stellen verfehlte die Erwartungen und lag bei 7,18 Millionen gegenüber den prognostizierten 7,38 Millionen.
Zusammen mit den Zahlen aus dem Juli bestätigt der Arbeitsmarktbericht für August eine Schwäche auf dem Arbeitsmarkt – schlechte Nachrichten für die Wirtschaft, aber möglicherweise der Auslöser für die sehnlich erwartete Zinssenkung, auf die die Kryptoindustrie wartet.
Warum ein schwacher Arbeitsmarktbericht gute Nachrichten für Krypto sind
Wie übersetzt sich also ein nachlassender Arbeitsmarkt in Optimismus für Krypto? Der Zusammenhang liegt im nächsten Schritt der Federal Reserve. Schwächere Beschäftigungszahlen erhöhen den Druck auf die Fed, die Zinsen zu senken.
Wenn die Zinsen sinken, wird das Leihen von Geld in allen Bereichen günstiger (denken Sie an Hypotheken, Unternehmenskredite und ja, auch Margin für Krypto-Trader). Diese Lockerung der Geldpolitik fördert eine höhere Risikobereitschaft, neue Investitionen und Spekulationen mit Vermögenswerten – allesamt Treibstoff für Kryptopreise.
Man vergisst es manchmal leicht, aber Krypto ist „makroökonomischer“, als viele denken. Bitcoin und seine Geschwister gedeihen in „Risk-on“-Umgebungen, wenn Investoren weniger besorgt über die Kreditkosten sind und ihr Geld in etwas Volatiles oder Spekulatives stecken. Sobald Zinssenkungen wahrscheinlich erscheinen, wechseln Trader von sicheren Anlagen wie Anleihen zu Wachstumswerten, Technologie und zunehmend digitalen Vermögenswerten.
Laut dem FedWatch-Tool der CME Group liegt die Wahrscheinlichkeit einer Zinssenkung im September nach Veröffentlichung der Arbeitsmarktdaten nun bei 97,4 %. Wie es im Krypto-Newsletter The Milk Road heißt:
„Jerome Powell könnte für das FOMC-Treffen im September gleich eine Schere einpacken.“
Der Markt bettelt praktisch um leichteres Geld, und Krypto liebt es, wenn Geld leicht verfügbar ist.
Wird dieses Setup Uptober einläuten?
Auch die Saisonalität spielt eine Rolle. Für Uneingeweihte: „Uptober“ ist der Spitzname der Kryptobranche für den Oktober, wenn digitale Vermögenswerte (traditionell angeführt von Bitcoin) zu einer Rallye neigen. Warum? Einiges davon ist technisch, anderes psychologisch, aber es ist zu einem sich selbst erfüllenden Trend geworden: Analysten und Trader erwarten steigende Preise, sobald die Sommerflaute vorbei ist. Wenn man eine wahrscheinliche Zinssenkung mit diesem historischen Aufwärtstrend kombiniert, wird das Argument für ein bullisches viertes Quartal noch stärker.
Natürlich gibt es nicht nur Vorteile. Zinssenkungen der Fed können und werden die Inflation erhöhen. Die Idee ist einfach: Günstigere Kredite bedeuten mehr Ausgaben; mehr Ausgaben, insbesondere wenn die Lieferketten angespannt bleiben, führen zu höheren Preisen. Aber der Balanceakt der Fed bedeutet, dass dieser Kompromiss manchmal als lohnenswert angesehen wird – vor allem, wenn dadurch mehr Menschen beschäftigt bleiben, selbst wenn der Dollar etwas schwächer wird. Wie The Milk Road anmerkt:
„Das ist das Balance-Spiel, das die Fed für immer spielt.“
Krypto-Investoren reagieren besonders sensibel auf diese Veränderungen, da Inflation sowohl positive als auch negative Auswirkungen auf digitale Vermögenswerte hat. Einerseits kann Inflation das Vertrauen in Fiatwährungen untergraben und mehr Investoren in Richtung Bitcoins festes Limit von 21 Millionen Coins treiben.
Andererseits kann unkontrollierte Inflation auch zu politischer Instabilität und Marktschwankungen führen – was nie ein freundliches Umfeld für spekulative Anlagen ist.
Mit dem Arbeitsmarktbericht für August, der einen abkühlenden Arbeitsmarkt bestätigt, ist die Erzählung klar: Das Umfeld ist „risk-on“ und könnte für Krypto Gewinne bedeuten.
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