Polymarket veröffentlicht Prognose zu Unternehmensgewinnen nach US-Genehmigung
- Polymarket erweitert Prognosemärkte für Unternehmensgewinne
- Partnerschaft mit Stocktwits verbindet Trader und Quoten in Echtzeit
- Markt prognostiziert Zinssenkungen der Federal Reserve im September
Polymarket, eine dezentrale Plattform für Marktprognosen, gab die Einführung einer neuen Kategorie bekannt, die sich der Gewinnprognose für börsennotierte Unternehmen widmet. Diese Initiative folgt auf die kürzlich in den Vereinigten Staaten erhaltene behördliche Genehmigung, die es der Plattform ermöglicht, ihre Dienstleistungen im Einklang mit der lokalen Gesetzgebung auszuweiten.
Das Projekt wurde in Zusammenarbeit mit Stocktwits entwickelt, einem sozialen Netzwerk, das sich auf Trader konzentriert. Die Kooperation verbindet die Prognosemärkte von Polymarket mit der aktiven Community von Stocktwits und bietet den Nutzern Echtzeit-Wahrscheinlichkeiten sowie Diskussionen über Quartalsergebnisse, Marktstimmung und Investmenttrends.
Die ersten eingeführten Märkte beinhalten Prognosen für weithin beachtete Unternehmen wie FedEx und die Krypto-Börse Bullish. Im Markt „Wird Bullish (BLSH) seine Quartals-Gewinnprognose pro Aktie übertreffen?“ weisen die Nutzer derzeit eine Wahrscheinlichkeit von etwa 56 % zu, dass das Unternehmen die Prognosen der Analysten übertreffen wird. Die Ergebnisse des zweiten Quartals von Bullish sollen am 17. September veröffentlicht werden.
Trotz der neuen Kategorie bleibt der aktivste Markt der Plattform „September Fed Decision?“, der bereits 139 Millionen Dollar generiert hat. Die Wettenden sehen eine 91%ige Wahrscheinlichkeit, dass die Federal Reserve die Zinssätze um 25 Basispunkte senken wird, was die Bedeutung makroökonomischer Ereignisse für die Erwartungsbildung auf Polymarket unterstreicht.
„Prognosemärkte verwandeln Unsicherheit in Klarheit, indem sie große Fragen – wie Gewinne – in einfache, handelbare Ergebnisse mit transparenten Preisen verwandeln.“
sagte Matthew Modabber, CMO bei Polymarket. Howard Lindzon, Gründer und CEO von Stocktwits, betonte, dass die Plattform „eine völlig neue Art geschaffen hat, Nachrichten und Erwartungen zu verstehen“ und dass Stocktwits „der Ort ist, an dem sich bereits Millionen von Investoren versammeln, um Ideen und Stimmungen auszutauschen.“
Parallel dazu erwägt Polymarket eine neue Finanzierungsrunde mit einer geschätzten Bewertung zwischen 9 Milliarden und 10 Milliarden Dollar. CEO Shane Coplan hatte zuvor angedeutet, dass die Genehmigung der Commodity Futures Trading Commission den Weg für eine aggressivere Expansion auf dem US-Markt ebnet.
Haftungsausschluss: Der Inhalt dieses Artikels gibt ausschließlich die Meinung des Autors wieder und repräsentiert nicht die Plattform in irgendeiner Form. Dieser Artikel ist nicht dazu gedacht, als Referenz für Investitionsentscheidungen zu dienen.
Das könnte Ihnen auch gefallen
Alle Augen sind auf Washington gerichtet: Kommt nächste Woche die „Superwoche der Zentralbanken“ mit einer Zinserhöhungswelle der G7?
Angesichts steigender Inflation, geopolitischer Konflikte und Ölpreisen über 100 erlebt die G7-Zentralbanken eine entscheidende Zinsentscheidungswoche. Angetrieben durch eine über den Erwartungen liegende Kerninflation wird von der Federal Reserve die erste Zinserhöhung seit drei Jahren erwartet; die Bank of Japan dürfte die Zinsen auf 1,25 % anheben, den höchsten Stand seit 30 Jahren; auch die hawkische Haltung der Zentralbanken Großbritanniens, Europas und Kanadas wird gleichzeitig verstärkt. Die globale Geldpolitik steht vor einem bedeutenden kollektiven Wendepunkt hin zu einer restriktiveren Ausrichtung.
Wird die Fed die Zinsen „kontinuierlich anheben“? Wird sich der „Straffungszyklus“ der späten 1980er Jahre wiederholen?
Ein Bericht von Citi weist darauf hin, dass das aktuelle makroökonomische Umfeld dem restriktiven Zyklus von 1988-1989 sehr ähnlich ist: Damals blieb die Wirtschaft widerstandsfähig, und der Inflationsdruck baute sich schrittweise auf, bevor die wirtschaftliche Aktivität nachließ und die Politik auf eine Lockerung umschwenkte. Während des restriktiven Zyklus damals erhöhte die Federal Reserve die Zinssätze 16 Mal in Folge.
Erzrivalen vereinen sich selten! Elon Musk und Sam Altman unterstützen Dario Amodeis Aufruf zur globalen Verlangsamung von KI
Anthropic Amodei ruft zu einer weltweiten Verlangsamung von KI auf, und die Rivalen Musk sowie Altman treten überraschend gemeinsam öffentlich für diese Initiative ein. Die drei großen Akteure stimmen darin überein, Dritten „Mitarbeiter-Level“-Bewertungsrechte zu gewähren und eine koordinierte Drosselung umzusetzen; Altman kündigte darüber hinaus direkt an, dass OpenAI dieses Jahr keinen Börsengang anstrebt. Der wütende Rücktritt eines Forschers und das kollektive Ausbrechen unkontrollierbarer KIs entfachten die lang angestaute Panik in der Branche.
Die jüngste Einschätzung von Goldman Sachs: Steigende Zinssätze ≠ Rückgang der US-Aktien, Gewinnwachstum ist der Schlüssel zum Bullenmarkt.
Goldman Sachs ist der Ansicht, dass hohe Zinssätze Gegenwind für den Aktienmarkt darstellen, aber keinen Bullenmarkt beenden. Die Rendite der 30-jährigen US-Staatsanleihe ist auf 5,3% gestiegen, aber historische Daten zeigen, dass die durchschnittliche Rendite der US-Aktien 12 Monate nach einer Zinserhöhung +9% beträgt. Die Bilanzen der Unternehmen sind auf dem stärksten Stand seit 20 Jahren, Investitionen in KI und eine Welle von Übernahmen treiben die Gewinnerwartungen weiterhin an. Es wird erwartet, dass der Gewinn pro Aktie im S&P 500 im Jahr 2026 340 US-Dollar erreichen wird, ein Wachstum von 24% gegenüber dem Vorjahr.
