Hauptpunkte der FOMC-Erklärung der Federal Reserve und der Pressekonferenz von Powell auf einen Blick
Der Beschluss dieses FOMC-Treffens und Powells Rede senden ein klares Signal: Die Federal Reserve nimmt die Zinssenkungen wieder auf, agiert jedoch vorsichtiger. Der zentrale Fokus liegt auf dem Ausgleich zwischen hartnäckiger Inflation und dem Risiko einer Abschwächung des Arbeitsmarktes.
Die Federal Reserve hat den Leitzins um 25 Basispunkte auf 4,00%-4,25% gesenkt. Powell bezeichnete dies als eine Maßnahme des Risikomanagements. Die Inflation bleibt hoch, der Arbeitsmarkt schwächt sich ab, und die Politik sucht ein Gleichgewicht zwischen Lockerung und Vorsicht. Nachfolgend finden Sie die wichtigsten Punkte der FOMC-Erklärung der Federal Reserve und der Pressekonferenz von Powell.
FOMC-Erklärung und Wirtschaftsausblick
1. Überblick der Erklärung: Zinssenkung um 25 Basispunkte auf 4,00%-4,25%, Wiederaufnahme des seit Dezember letzten Jahres pausierten Zinssenkungskurses. Vorstandsmitglied Milan ist der Meinung, dass der Zinssatz um 50 Basispunkte gesenkt werden sollte.
2. Zinsausblick: Das Dot-Plot-Diagramm erwartet für dieses Jahr zwei weitere Zinssenkungen. Ein Beamter rechnet mit einer kumulierten Zinssenkung von 150 Basispunkten in diesem Jahr, ein anderer Beamter (ohne Stimmrecht) ist der Meinung, dass es in diesem Jahr keine Zinssenkung geben sollte. Die Medianprognosen für den Federal Funds Rate zum Jahresende 2025, 2026 und 2027 wurden auf 3,6%, 3,4% bzw. 3,1% gesenkt.
3. Arbeitsmarkt: Die Abwärtsrisiken im Beschäftigungsbereich haben zugenommen, zuvor hieß es, dass der Arbeitsmarkt weiterhin solide sei. Die Medianprognosen für die Arbeitslosenquote in den nächsten zwei Jahren wurden auf 4,4% und 4,3% gesenkt.
4. Inflationsausblick: Die Inflation ist gestiegen und bleibt auf einem "leicht erhöhten" Niveau. Die PCE- und Kern-PCE-Inflationsprognosen für Ende 2026 wurden auf 2,6% angehoben.
5. Wirtschaftsausblick: Die Medianprognosen für das BIP-Wachstum zum Jahresende 2025, 2026 und 2027 wurden auf 1,6%, 1,8% bzw. 1,9% angehoben, für Ende 2028 liegt die Prognose bei 1,8%.
Pressekonferenz von Powell
1. Zinsausblick: Die aktuelle Zinssenkung ist eine Maßnahme des Risikomanagements, es besteht keine Notwendigkeit, die Zinssätze schnell anzupassen. Entscheidungen werden von Sitzung zu Sitzung auf Basis der Daten getroffen. Das Abwärtsrisiko am Arbeitsmarkt war heute der entscheidende Punkt.
2. Inflationsausblick: Die Inflation ist in letzter Zeit gestiegen und bleibt leicht erhöht. Im August könnte der Gesamt-PCE im Jahresvergleich um 2,7% steigen, der Kern-PCE im Vergleich zum Vorjahr um 2,9%. Die Inflationsrisiken tendieren nach oben. Das Basisszenario geht davon aus, dass die Auswirkungen der Zölle auf die Inflation nur vorübergehend sind. Die Zölle tragen 0,3-0,4 Prozentpunkte zum Kern-PCE-Preisindex bei.
3. Wirtschaftsausblick: Das Wirtschaftswachstum hat sich verlangsamt, was hauptsächlich auf einen Rückgang der Verbraucherausgaben zurückzuführen ist. Die Weitergabe der Zölle an die Verbraucher ist bereits zu beobachten, fällt jedoch geringer aus als erwartet. Der Arbeitsmarkt steht vor Abwärtsrisiken. Die jährliche Überarbeitung der Beschäftigungsdaten entsprach nahezu vollständig den Erwartungen, die revidierten Daten bedeuten, dass der Arbeitsmarkt nicht mehr solide ist.
4. Politische Faktoren: Entschlossenes Bekenntnis zur Unabhängigkeit der Federal Reserve. Auf die Frage nach Milans Einfluss auf die Zinsentscheidung sagte Powell, dass ein einzelnes stimmberechtigtes Mitglied nur dann Einfluss nehmen könne, wenn es ein äußerst überzeugendes Argument vorbringe. Es wird nicht erwogen, auf andere Weise eine "dritte Mission" einzubeziehen.
5. Marktreaktion: Während der Veröffentlichung der Zinsentscheidung und Powells Rede schwankte der Goldpreis stark, erreichte ein neues Hoch von 3707, fiel dann aber um 60 US-Dollar. Der US-Dollar und die Renditen von US-Staatsanleihen fielen zunächst und stiegen dann wieder, der US-Dollar stieg zeitweise wieder über 97, die zweijährige US-Staatsanleihe machte den Rückgang von über 7 Basispunkten wieder wett. Die US-Aktienmärkte stiegen zunächst stark an und fielen dann deutlich zurück, bevor sie sich in einem leichten Abwärtstrend stabilisierten.
6. Neueste Erwartungen: Bis zum Redaktionsschluss preisen die Zinsfutures für dieses Jahr weiterhin eine Zinssenkung um 45 Basispunkte ein, für das nächste Jahr um etwa 72 Basispunkte. Die Wahrscheinlichkeit, dass die Federal Reserve im Oktober keine Änderung vornimmt, liegt bei 13,3%.
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