Die Aktie von Strategy steigt, nachdem das Finanzministerium die CAMT-Ausnahme für nicht realisierte Krypto-Gewinne klargestellt hat.
Kurze Zusammenfassung: Die neue IRS-Richtlinie beseitigt ein drohendes Steuerrisiko im Zusammenhang mit nicht realisierten Gewinnen aus Kryptowährungen. Diese Änderung ist eine große Erleichterung für Strategy, das sich verpflichtet hat, seine Bitcoin niemals zu verkaufen.
Das US-Finanzministerium und der IRS stellten am Dienstag klar, dass Unternehmen nicht realisierte Gewinne auf digitale Vermögenswerte bei der Berechnung der Haftung im Rahmen der 15%igen alternativen Mindeststeuer für Unternehmen ausschließen können.
Dieser Schritt ist besonders bedeutsam für das an der Nasdaq gelistete Unternehmen Strategy (Ticker: MSTR), das seit langem auf das Risiko einer mehrmilliardenschweren CAMT-Rechnung für seine mehr als 27 Milliarden Dollar an nicht realisierten Gewinnen hingewiesen hat.
Nach den zu Beginn dieses Jahres eingeführten neuen Rechnungslegungsvorschriften mussten Unternehmen ihre Krypto-Bestände zum Marktwert bilanzieren, was sie potenziell Steuern auf Buchgewinne ausgesetzt hätte.
Diese Belastung ist nun – zumindest vorerst – beseitigt.
"Infolge der gestern vom Treasury und IRS veröffentlichten vorläufigen Leitlinien erwartet Strategy nicht, aufgrund nicht realisierter Gewinne auf seine bitcoin-Bestände der Corporate Alternate Minimum Tax zu unterliegen", schrieb Strategy Chairman Michael Saylor in einem Beitrag auf X.
Laut Preisdaten von The Block stiegen die Aktien von Strategy am Mittwoch im frühen Handel um fast 6 %, zusammen mit anderen Krypto-verbundenen Aktien, während Bitcoin wieder über 117.000 $ kletterte.
Analysten von TD Securities bezeichneten die Änderung als "vorteilhaft für das breitere bitcoin-Ökosystem, ganz zu schweigen von Strategy", und erklärten, dass damit eine wichtige Unsicherheitsquelle in Bezug auf die Steuerverpflichtungen des Unternehmens beseitigt werde.
Bereits im Januar warnten Analysten, dass die CAMT-Exponierung Strategy im Jahr 2026 Milliarden kosten könnte. Die aktualisierte Leitlinie stellt sicher, dass das Unternehmen erst dann besteuert wird, wenn es Bitcoin tatsächlich verkauft – eine große Erleichterung für ein Unternehmen, das sich verpflichtet hat, seine Bestände niemals zu veräußern.
Die Leitlinie ist vorläufig, das heißt, Unternehmen können sich jetzt darauf verlassen, obwohl der IRS die Regeln noch endgültig festlegen muss. Eine Rücknahme ist unwahrscheinlich, aber nicht ausgeschlossen.
Früher in dieser Woche gab Strategy bekannt, dass es kürzlich 196 bitcoin für 22 Millionen Dollar gekauft hat, wodurch sich die Gesamtbestände auf 640.031 BTC im Wert von etwa 71,8 Milliarden Dollar zu aktuellen Preisen erhöhen.
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