ICE verpflichtet sich, $2 Milliarden für Polymarket zur globalen Datenverteilung bereitzustellen
ICE vollzieht eine strategische Neuausrichtung hin zu alternativen Daten und nutzt die nachgewiesene Genauigkeit von Polymarket bei der Prognose realer Ereignisse, um Hedgefonds und Vermögensverwaltern eine neue Form von Intelligence zu verkaufen.
- ICE investiert 2 Milliarden US-Dollar in Polymarket und bewertet das Unternehmen vor der Investition mit 8 Milliarden US-Dollar.
- Der Eigentümer der NYSE wird die ereignisgesteuerten Daten von Polymarket weltweit an institutionelle Kunden verteilen.
- Der Deal stellt eine bedeutende institutionelle Bestätigung für dezentralisierte Prognosemärkte dar.
Laut einer Pressemitteilung vom 7. Oktober wird Intercontinental Exchange bis zu 2 Milliarden US-Dollar in bar in die dezentralisierte Prognosemarkt-Plattform Polymarket investieren und das fünf Jahre alte Unternehmen vor der Investition mit 8 Milliarden US-Dollar bewerten.
Das Herzstück des Deals ist nicht nur die Kapitalzufuhr. Er gewährt dem Eigentümer der NYSE exklusive weltweite Rechte, die Rohdaten von Polymarket, die auf Ereigniswahrscheinlichkeiten basieren, direkt an sein Netzwerk institutioneller Kunden zu vertreiben und so die von der Crowd generierte Stimmung der Plattform in ein verpacktes Finanzprodukt zu verwandeln.
ICE und Polymarket läuten eine neue Ära für Prognosemärkte ein
Für Polymarket-Gründer und CEO Shayne Coplan stellt der ICE-Deal einen Wendepunkt in der institutionellen Anerkennung dar. Er bezeichnete die Partnerschaft als „einen bedeutenden Schritt, um Prognosemärkte in den finanziellen Mainstream zu bringen“ und signalisierte damit eine Abkehr von den Nischen- und Krypto-Ursprüngen der Plattform.
„Durch die Kombination von ICEs institutioneller Größe und Glaubwürdigkeit mit Polymarkets Verbraucherorientierung werden wir in der Lage sein, erstklassige Produkte für den modernen Investor zu liefern. Das Potenzial neuer Technologien wie Tokenisierung zu realisieren, erfordert eine Zusammenarbeit zwischen etablierten Marktführern und Innovatoren der nächsten Generation“, sagte Coplan.
Diese Entwicklung folgt auf Polymarkets Rückkehr auf den US-Markt Anfang dieses Jahres nach einer regulatorischen Pause. Im Jahr 2022 wurde die Plattform von den Bundesbehörden faktisch ins Ausland gedrängt, weil sie US-basierten Händlern weiterhin den Handel ermöglichte, obwohl eine Einigung mit der Commodity Futures Trading Commission erzielt worden war.
Polymarket erlangte durch die Übernahme von QCX, einer weniger bekannten Derivatebörse, kurz nachdem die Staatsanwaltschaft eine Untersuchung der früheren Aktivitäten des Unternehmens abgeschlossen hatte, wieder eine inländische Basis. Dieser Schritt brachte auch Donald Trump Jr. in den Beirat von Polymarket.
Haftungsausschluss: Der Inhalt dieses Artikels gibt ausschließlich die Meinung des Autors wieder und repräsentiert nicht die Plattform in irgendeiner Form. Dieser Artikel ist nicht dazu gedacht, als Referenz für Investitionsentscheidungen zu dienen.
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