Die „Pulverfass“-US-Staatsanleihen entzünden sich, Gold startet den Showdown auf dem Hoch von 5110!
Huitong Finance am 27. Januar—— Am Dienstag (27. Januar) zeigte sich an den globalen Finanzmärkten ein komplexes, verflochtenes Bild. Angetrieben durch die Entwicklung der US-Staatsanleihen-Renditekurve, geopolitische Unsicherheiten sowie die Erwartungen an die Fiskalpolitik der wichtigsten Volkswirtschaften, vollzieht sich eine tiefgreifende Veränderung in der logischen Verknüpfung der drei Kernanlagen US-Dollar, US-Staatsanleihen und Gold.
Am Dienstag (27. Januar) zeigte sich an den globalen Finanzmärkten ein komplexes, verflochtenes Bild. Angetrieben durch die Entwicklung der US-Staatsanleihen-Renditekurve, geopolitische Unsicherheiten sowie die Erwartungen an die Fiskalpolitik der wichtigsten Volkswirtschaften, vollzieht sich eine tiefgreifende Veränderung in der logischen Verknüpfung der drei Kernanlagen US-Dollar, US-Staatsanleihen und Gold.
Steiler werdende US-Staatsanleihen-Renditekurve: Kerntreiber innerhalb der volatilen US-Dollar-Bewegung
Die aktuellen Veränderungen am US-Staatsanleihenmarkt sind ein entscheidendes Fenster zur Beobachtung der US-Dollar-Entwicklung. Laut dem neuesten 240-Minuten-Kerzenchart zeigt die Rendite der 10-jährigen US-Staatsanleihe zuletzt eine schwankend steigende Tendenz im breiten Bereich zwischen 3,984 % und 4,298 %, der aktuelle Kurs liegt bei etwa 4,212 %.
Der internationale Fixed-Income-Markt zeigte über Nacht einen deutlichen Trend zu "Rutsch und Steilheit". Diese Steilheit (Steepening) resultiert in erster Linie aus den Sorgen des Marktes über das mittelfristige und langfristige Haushaltsdefizit sowie den bevorstehenden Druck bei US-Staatsanleihenauktionen. Bekannte Institute weisen darauf hin, dass globale Fixed-Income-Produkte insgesamt nachgeben, insbesondere ist das Handelsvolumen bei US-Staatsanleihen im Frühhandel gering geblieben, was darauf hindeutet, dass sich der Markt vor wichtigen makroökonomischen Wendepunkten in einer abwartenden Haltung befindet.
Der US-Dollar-Index (DXY) wird derzeit mit 96,9370 notiert und befindet sich an einem technischen Scheideweg. Obwohl die US-Staatsanleihenrenditen auf einem relativ hohen Niveau über 4,2 % verharren, zeigt der US-Dollar nicht die entsprechende Stärke. Der 240-Minuten-Kerzenchart zeigt, dass sich der Dollar-Index der unteren Bollinger-Band-Grenze (96,3175) sowie der Unterstützung durch den MA(60)-Durchschnitt nähert.
Momentum-Analyse: Die DIFF- und DEA-Werte des MACD-Indikators sind zwar negativ, zeigen aber eine Konvergenz und das grüne Histogramm verkürzt sich fortlaufend, was darauf hindeutet, dass die Bären-Dynamik nachlässt.
Überverkauft-Signal: Alle drei RSI-Linien verharren stabil bei etwa 21,3256 und befinden sich damit in einem deutlich überverkauften Bereich.
Analysefazit: Die robuste Rendite der US-Staatsanleihen sollte den Dollar eigentlich stützen, doch aufgrund der jüngsten Neubewertung globaler Liquidität und der Erholung anderer Nicht-US-Währungen (wie Yen und Pfund) ist der US-Dollar abweichend gefallen. In den kommenden 2–3 Tagen, sollte die US-Staatsanleihenrendite aufgrund von Haushaltsbedenken oder schwacher Nachfrage bei Staatsanleihenauktionen weiter steigen, könnte dies eine technische Gegenbewegung des Dollars aus dem überverkauften Bereich auslösen.
Übertragung des Sicherheitsbedarfs: Wie Anleihenvolatilität den Goldaufschlag erhöht
Anders als in der üblichen Logik, nach der steigende Renditen den Goldpreis drücken, zeigt Gold derzeit eine außerordentliche Widerstandsfähigkeit. Dies liegt vor allem daran, dass die "Sicherheitsattribut"-Übertragung vom Anleihenmarkt die Überlegung der "Haltedauer-Kosten" überwiegt.
Nicht nur der US-Staatsanleihenmarkt steht unter Druck, auch globale Anleihenmärkte schwanken synchron. Am Beispiel japanischer Staatsanleihen (JGB): Aufgrund von Haushaltsbedenken und Vorsicht im Hinblick auf die bevorstehende 40-jährige Anleihenauktion sind die Renditen über die ganze Kurve hinweg gestiegen, die 10-jährige JGB-Rendite erreichte ein Hoch von 2,28 %. Analysten renommierter Institute erklären, dass die starke Volatilität der japanischen Renditekurve die Bedenken des Marktes gegenüber einer zu lockeren Geldpolitik und dem Gleichgewicht fiskalischer Risiken widerspiegelt.
Diese globale Besorgnis über Anleihenmärkte wirkt sich über Kreditrisiko und Kaufkraftverlust logisch auf den Kassagoldmarkt aus. Wenn die Attraktivität von Fixed-Income-Produkten sinkt (weil deren Realwert durch Inflation oder Defizite untergraben wird), tendieren Investoren dazu, Gold als "letzte Sicherheitslinie" zu nutzen.
Spot-Gold (XAU/USD) zeigt aktuell im 240-Minuten-Chart einen klaren Aufwärtstrendkanal, der jüngste Kurs schwankt zwischen 5074,75 USD und 5089,80 USD und liegt damit sehr nahe am am Montag erreichten Allzeithoch von 5110,86 USD.
Indikator-Resonanz: Das mittlere Bollinger-Band steigt weiter an, der Preis bleibt zwischen Mittel- und Oberband, was auf eine starke Bullenanordnung hinweist.
Bullen im Vorteil: Das MACD-Histogramm ist zwar noch negativ, hat sich aber deutlich verengt, der RSI liegt mit 68,00 im starken Bereich, ohne bereits im extremen Überkauft zu sein – dies spricht für weiteren Aufwärtsspielraum.
Bekannte Institute (wie Deutsche Bank, Société Générale) haben kürzlich ihre Goldpreiserwartung auf 6.000 USD/Unze deutlich angehoben und argumentieren, dass Investoren systematisch die Allokation in Nicht-Dollar- und Sachwerte erhöhen. Zudem sorgen Trumps "Zoll-Aussagen" sowie Sorgen um Iran und die Lage Russland-Ukraine für zusätzliche Absicherungskäufe in Gold.
Prognose der Entwicklung in den nächsten 2–3 Tagen & Schlüsselsupport- und Widerstandsbereiche
Unter Einbeziehung fundamentaler und technischer Faktoren wird der Markt in den kommenden 2–3 Tagen in eine Phase hoher Volatilität eintreten, mit besonderem Fokus auf die anstehenden Sitzungen der US-Notenbank (Fed). Zwar wird allgemein erwartet, dass die Zinssätze unverändert bleiben, doch der vorausschauende Ausblick der Geldpolitik wird die Zweitbewertung des Anleihenmarktes direkt bestimmen.
Bereichslogik: Trotz des Bedarfs an einer Erholung des überverkauften US-Dollar bildet die Sicherheitsnachfrage eine solide Untergrenze für den Goldpreis. Sollte das vorherige Hoch von 5110 USD überschritten werden, könnte der Markt einen neuen Preis-Leerraum eröffnen.
Unterstützung/Widerstand Prognose:
Oberer Kernwiderstand: 5110,86 USD (bisheriges Allzeithoch), 5125 USD (kurzfristige Ausweitung).
Untere Kernunterstützung: 5050,00 USD (psychologische Marke), 5020,00 USD (Unterstützung am mittleren Bollinger-Band).
Intraday-Überwachung: Beobachtung, ob im 240-Minuten-MACD ein Golden Cross im Tief gebildet wird sowie Sofortreaktionen des Marktes auf geopolitische Nachrichten.
Bereichslogik: Angesichts des extrem niedrigen RSI bei etwa 21 hat der Dollar einen starken Erholungsbedarf, während die steiler werdende US-Staatsanleihenrendite eine gewisse Bodenbildung bietet.
Unterstützung/Widerstand Prognose:
Oberer Kernwiderstand: 97,4500 (MA60), 97,8000.
Untere Kernunterstützung: 96,3175 (unteres Bollinger-Band), 96,0000 (runde Zahl).
Intraday-Überwachung: Beobachten, ob die 10-jährige US-Staatsanleihenrendite stabil über 4,25 % bleibt; sollte die Rendite bei anhaltenden Haushaltsbedenken weiter steigen, dürfte der Dollarverfall enden.
Unterstützung/Widerstand Prognose:
Oberer Kernwiderstand: 4,298 % (jüngstes Hoch), 4,35 %.
Untere Kernunterstützung: 4,10 % (mittleres Bollinger-Band), 3,984 %.
In den nächsten 48 bis 72 Stunden lautet das Hauptthema am Markt: "Anleihenpreisbildung führt, Sicherheitsbedürfnis bleibt erhalten".
Der US-Dollar-Index sucht inmitten des Widerspruchs zwischen technischer Überverkauftheit und hohen Anleihenrenditen nach einem Gleichgewicht, kurzzeitig dürfte eine Erholung nach einer Bodenbildung im unteren Bereich dominieren. Allerdings wird die Stärke dieser Erholung durch die globalen Zweifel der Investoren an den US-Haushaltsperspektiven begrenzt.
Für Gold wird die durch die Anleihenvolatilität ausgelöste "Kreditsicherheits"-Nachfrage zum intrinsischen Treiber des Anstiegs. Solange die Steilheit der US-Staatsanleihenrenditekurve auf fiskale Risiken oder durch Zollaussagen ausgelöste Inflationssorgen zurückzuführen ist, könnte die "gleichzeitige Steigerung" von Gold und Renditen anhalten. Investoren sollten die Ergebnisse der Staatsanleihenauktionen am Mittwoch und Donnerstag genau beobachten – sollte die Nachfrage schwach bleiben und die Renditen erneut ansteigen, könnte der Markt tiefere Wellen sicherheitsgetriebenen Volumens auslösen.
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