Nicht der richtige Zeitpunkt für Dollar-Käufer, um kalte Füße zu bekommen – Credit Agricole
Credit Agricole weist darauf hin, dass viele der negativen Faktoren rund um den US-Dollar bereits im aktuellen Kurs eingepreist sind. Angesichts der aktuellen Umstände eröffnet dies die Möglichkeit, dass der Greenback in den kommenden drei bis sechs Monaten eine Erholung erleben könnte.
Das Unternehmen argumentiert, dass sie trotz einer Aufwärtskorrektur ihrer Prognose für Gold in diesem Jahr der Meinung sind, dass die Dollar-Bullen noch nicht „das Handtuch werfen“ sollten. Zum Kontext: Credit Agricole veröffentlichte letzte Woche diese Einschätzung zu Gold:
„Wir passen unsere XAU-Prognosen an den Markt an und erwarten, dass Gold im ersten Halbjahr 2026 über 5.000 USD/oz bleibt. Wir bezweifeln jedoch, dass das derzeitige Tempo der Kursgewinne aufrechterhalten werden kann, und gehen zudem davon aus, dass die Goldrallye im zweiten Halbjahr 2026 an Schwung verlieren könnte.“
„Insbesondere erwarten wir, dass wie im Jahr 2025 globale geopolitische und US-amerikanische politische Risiken abklingen könnten, während der ‚Sell America Trade‘ letztlich im Verlauf des Jahres nicht zum Tragen kommen dürfte. Dies wiederum könnte dazu beitragen, dass sich der USD gegenüber XAU im zweiten Halbjahr 2026 stabilisiert.“
Hinzu kommt, dass sie Gold bei 5.100 US-Dollar im vierten Quartal 2026 und dann bei 5.500 US-Dollar im vierten Quartal 2027 sehen.
Zurück zum Dollar sagt das Unternehmen:
„Der ‘Sell America Trade’ hat sich zuletzt zu einer ausgewachsenen USD-Krise entwickelt, die einige Risiken für unseren über dem Konsens liegenden Ausblick auf die Währung mit sich bringt. Wir haben unsere Goldprognosen daher angehoben, sind jedoch der Meinung, dass es für die USD-Bullen noch zu früh ist, das Handtuch zu werfen. Das liegt daran, dass – wie bereits im Jahr 2025: (1) der ‘Sell America Trade’ bereits rückläufig ist; (2) die Risiken eines Regierungsstillstands in den USA nicht von Dauer sein müssen; und (3) die wachsenden geopolitischen Risiken rund um Iran die Attraktivität des USD als sicheren Hafen stärken könnten.“
„Unsere historische Analyse legt zudem nahe, dass der Kursverlauf des USD seit der Wahl 2024 dem Verlauf nach dem Wahlsieg von Präsident Donald Trump im Jahr 2016 ähnelt. Die Anwendung von Trump 1.0 als Vorlage würde ebenfalls darauf hindeuten, dass viele negative Faktoren bereits im USD-Preis enthalten sind und dass eine Erholung in den nächsten drei bis sechs Monaten möglich sein könnte.“
Haftungsausschluss: Der Inhalt dieses Artikels gibt ausschließlich die Meinung des Autors wieder und repräsentiert nicht die Plattform in irgendeiner Form. Dieser Artikel ist nicht dazu gedacht, als Referenz für Investitionsentscheidungen zu dienen.
Das könnte Ihnen auch gefallen
BCA: Tag der Befreiung 2.0 – Zollpolitik und Ausblick auf die Zwischenwahlen 2026

Alle Augen sind auf Washington gerichtet: Kommt nächste Woche die „Superwoche der Zentralbanken“ mit einer Zinserhöhungswelle der G7?
Angesichts steigender Inflation, geopolitischer Konflikte und Ölpreisen über 100 erlebt die G7-Zentralbanken eine entscheidende Zinsentscheidungswoche. Angetrieben durch eine über den Erwartungen liegende Kerninflation wird von der Federal Reserve die erste Zinserhöhung seit drei Jahren erwartet; die Bank of Japan dürfte die Zinsen auf 1,25 % anheben, den höchsten Stand seit 30 Jahren; auch die hawkische Haltung der Zentralbanken Großbritanniens, Europas und Kanadas wird gleichzeitig verstärkt. Die globale Geldpolitik steht vor einem bedeutenden kollektiven Wendepunkt hin zu einer restriktiveren Ausrichtung.
Wird die Fed die Zinsen „kontinuierlich anheben“? Wird sich der „Straffungszyklus“ der späten 1980er Jahre wiederholen?
Ein Bericht von Citi weist darauf hin, dass das aktuelle makroökonomische Umfeld dem restriktiven Zyklus von 1988-1989 sehr ähnlich ist: Damals blieb die Wirtschaft widerstandsfähig, und der Inflationsdruck baute sich schrittweise auf, bevor die wirtschaftliche Aktivität nachließ und die Politik auf eine Lockerung umschwenkte. Während des restriktiven Zyklus damals erhöhte die Federal Reserve die Zinssätze 16 Mal in Folge.
Erzrivalen vereinen sich selten! Elon Musk und Sam Altman unterstützen Dario Amodeis Aufruf zur globalen Verlangsamung von KI
Anthropic Amodei ruft zu einer weltweiten Verlangsamung von KI auf, und die Rivalen Musk sowie Altman treten überraschend gemeinsam öffentlich für diese Initiative ein. Die drei großen Akteure stimmen darin überein, Dritten „Mitarbeiter-Level“-Bewertungsrechte zu gewähren und eine koordinierte Drosselung umzusetzen; Altman kündigte darüber hinaus direkt an, dass OpenAI dieses Jahr keinen Börsengang anstrebt. Der wütende Rücktritt eines Forschers und das kollektive Ausbrechen unkontrollierbarer KIs entfachten die lang angestaute Panik in der Branche.
