Viking Global setzt 157 Millionen Dollar auf Riot Platforms und signalisiert optimistischen Ausblick für Kryptowährungen
Andreas Halvorsens Viking Global hat gerade einen kühnen Schritt in eine der volatilsten Ecken des Kryptomarktes gewagt. Im vierten Quartal 2025 eröffnete der Hedgefonds eine neue Position über 157 Millionen US-Dollar in Riot Platforms Inc, was auf eine wachsende Überzeugung hindeutet, dass der Krypto-Bullenmarkt noch weiteres Potenzial besitzt.
Bitcoin-Miner wie Riot werden allgemein als gehebelte Wetten auf Bitcoin selbst betrachtet. Ihre Umsätze und Margen steigen rasant, wenn der Bitcoin-Preis steigt, was es den Aktien von Minern oft ermöglicht, den Basiswert während Haussephasen zu übertreffen.
Die Entscheidung von Viking, eine beträchtliche Position aufzubauen, deutet darauf hin, dass das Unternehmen weiterhin Aufwärtspotenzial bei den Kryptopreisen und der institutionellen Akzeptanz sieht.
Gehebeltes Bitcoin-Engagement, keine defensive Positionierung
Im Gegensatz zu stärker diversifizierten Krypto-Engagements wie Börsen oder ETFs bietet Riot ein reines Mining-Exposure. Das macht die Wette aggressiver – und potenziell lohnender – falls der Aufwärtstrend von Bitcoin anhält.
Der Schritt spiegelt eine deutliche Bereitschaft von Viking wider, das Engagement in risikosensiblen Vermögenswerten zu erhöhen. Bitcoin-Miner schneiden in der Regel am besten in Umfeldern mit hoher Liquidität, ausgeprägter Risikobereitschaft der Investoren und stabilen oder lockeren Finanzierungsbedingungen ab.
Vikings Beteiligung an Riot signalisiert Vertrauen, dass diese Rückenwinde bis ins Jahr 2026 bestehen bleiben.
Teil einer breiteren Risiko-Off-Rotation
Die Position in Riot fügt sich in ein breiteres Muster in Vikings jüngster 13F-Einreichung ein. Der Hedgefonds baute ebenfalls Positionen in konjunktursensitiven Unternehmen und globalen Finanzwerten auf, was auf eine generelle Verschiebung hin zu wachstumsorientierten und zyklischen Chancen hindeutet.
Krypto-Miner ziehen insbesondere in den mittleren Phasen eines Bullenmarktes Hedgefonds-Kapital an, nicht am Höhepunkt des Zyklus. Der Einstieg von Viking bei Riot deutet darauf hin, dass das Unternehmen den aktuellen Krypto-Zyklus als fortlaufend und nicht als erschöpft betrachtet.
Da institutionelle Akteure weiterhin ihr Krypto-Engagement ausbauen und Bitcoin sich auf historisch hohen Niveaus hält, unterstreicht Vikings Einstieg bei Riot Platforms die wachsende Überzeugung von Hedgefonds, dass digitale Vermögenswerte weiterhin eine starke Quelle potenzieller Alpha-Rendite darstellen.
Foto: Shutterstock
Haftungsausschluss: Der Inhalt dieses Artikels gibt ausschließlich die Meinung des Autors wieder und repräsentiert nicht die Plattform in irgendeiner Form. Dieser Artikel ist nicht dazu gedacht, als Referenz für Investitionsentscheidungen zu dienen.
Das könnte Ihnen auch gefallen
Alle Augen sind auf Washington gerichtet: Kommt nächste Woche die „Superwoche der Zentralbanken“ mit einer Zinserhöhungswelle der G7?
Angesichts steigender Inflation, geopolitischer Konflikte und Ölpreisen über 100 erlebt die G7-Zentralbanken eine entscheidende Zinsentscheidungswoche. Angetrieben durch eine über den Erwartungen liegende Kerninflation wird von der Federal Reserve die erste Zinserhöhung seit drei Jahren erwartet; die Bank of Japan dürfte die Zinsen auf 1,25 % anheben, den höchsten Stand seit 30 Jahren; auch die hawkische Haltung der Zentralbanken Großbritanniens, Europas und Kanadas wird gleichzeitig verstärkt. Die globale Geldpolitik steht vor einem bedeutenden kollektiven Wendepunkt hin zu einer restriktiveren Ausrichtung.
Wird die Fed die Zinsen „kontinuierlich anheben“? Wird sich der „Straffungszyklus“ der späten 1980er Jahre wiederholen?
Ein Bericht von Citi weist darauf hin, dass das aktuelle makroökonomische Umfeld dem restriktiven Zyklus von 1988-1989 sehr ähnlich ist: Damals blieb die Wirtschaft widerstandsfähig, und der Inflationsdruck baute sich schrittweise auf, bevor die wirtschaftliche Aktivität nachließ und die Politik auf eine Lockerung umschwenkte. Während des restriktiven Zyklus damals erhöhte die Federal Reserve die Zinssätze 16 Mal in Folge.
Erzrivalen vereinen sich selten! Elon Musk und Sam Altman unterstützen Dario Amodeis Aufruf zur globalen Verlangsamung von KI
Anthropic Amodei ruft zu einer weltweiten Verlangsamung von KI auf, und die Rivalen Musk sowie Altman treten überraschend gemeinsam öffentlich für diese Initiative ein. Die drei großen Akteure stimmen darin überein, Dritten „Mitarbeiter-Level“-Bewertungsrechte zu gewähren und eine koordinierte Drosselung umzusetzen; Altman kündigte darüber hinaus direkt an, dass OpenAI dieses Jahr keinen Börsengang anstrebt. Der wütende Rücktritt eines Forschers und das kollektive Ausbrechen unkontrollierbarer KIs entfachten die lang angestaute Panik in der Branche.
Die jüngste Einschätzung von Goldman Sachs: Steigende Zinssätze ≠ Rückgang der US-Aktien, Gewinnwachstum ist der Schlüssel zum Bullenmarkt.
Goldman Sachs ist der Ansicht, dass hohe Zinssätze Gegenwind für den Aktienmarkt darstellen, aber keinen Bullenmarkt beenden. Die Rendite der 30-jährigen US-Staatsanleihe ist auf 5,3% gestiegen, aber historische Daten zeigen, dass die durchschnittliche Rendite der US-Aktien 12 Monate nach einer Zinserhöhung +9% beträgt. Die Bilanzen der Unternehmen sind auf dem stärksten Stand seit 20 Jahren, Investitionen in KI und eine Welle von Übernahmen treiben die Gewinnerwartungen weiterhin an. Es wird erwartet, dass der Gewinn pro Aktie im S&P 500 im Jahr 2026 340 US-Dollar erreichen wird, ein Wachstum von 24% gegenüber dem Vorjahr.
