Festnacht für US-Technologieaktien! AMD schießt um 8,77 % nach oben, sichert sich gemeinsam mit Meta einen Auftrag über 60 Milliarden Dollar, Halbleiter-Sektor kollektiv in Ekstase, Goldpreis fällt zwischenzeitlich unter 5100 Dollar
Am 24. Februar Ortszeit verzeichnete der US-Aktienmarkt einen breit angelegten Aufschwung, alle drei großen Indizes schlossen im Plus und machten damit die Verluste des vorherigen Handelstags wett. Der Dow Jones Industrial Average stieg um 370,44 Punkte bzw. 0,76 % auf 49.174,50 Punkte; der S&P 500 legte um 52,32 Punkte bzw. 0,77 % auf 6.890,07 Punkte zu; der Nasdaq Composite zeigte sich besonders stark mit einem Anstieg von 236,41 Punkten bzw. 1,04 % und schloss bei 22.863,68 Punkten. Die Marktstimmung hellte sich auf, über 3.500 Aktien verzeichneten Kursgewinne, das Handelsvolumen lag bei etwa 377,8 Milliarden US-Dollar.

Technologieaktien waren der Haupttreiber des Anstiegs, insbesondere der Halbleitersektor fiel positiv auf. AMD legte um 8,77 % zu, nachdem Meta eine mehrjährige Kooperationsvereinbarung mit dem Unternehmen bekannt gegeben hatte. Beide Parteien werden bis zu 6 Gigawatt AMD-GPU-Rechenleistungschips für die AI-Rechenzentren von Meta bereitstellen, der Auftragswert beträgt bis zu 60 Milliarden US-Dollar. Gleichzeitig hat Meta das Recht, bis zu 10 % der AMD-Aktien zum Preis von 0,01 US-Dollar pro Aktie zu zeichnen, wodurch die strategische Bindung weiter gefestigt wird.
Auch andere Chipwerte legten zu: Intel stieg um über 5 %, TSMC um 4,25 % und überschritt damit eine Marktkapitalisierung von 2 Billionen US-Dollar, sowohl ARM als auch Qualcomm legten um mehr als 3 % zu. Bemerkenswert ist, dass der Speicherchip-Hersteller Sandisk durch einen Angriff des Shortseller-Hauses Citron Capital unter Druck geriet und die Aktie um 4,2 % nachgab. Citron vertritt die Ansicht, dass der Markt zyklische Speicherchips fälschlicherweise als AI-Kernvermögenswerte bewerte und das Branchenangebot und die Nachfrage sich rasch umkehren könnten.

Auch der Softwaresektor erholte sich. Das AI-Unternehmen Anthropic sendete in einem Briefing das Signal „Zusammenarbeit statt Ersetzung“ aus, was die Befürchtungen des Marktes hinsichtlich einer völligen Verdrängung traditioneller Software durch AI abschwächte. Thomson Reuters stieg um 11,41 %, Salesforce um 4,07 % und FactSet um 5,9 %. Analysten von Wedbush Securities wiesen darauf hin, dass AI-Tools derzeit noch durch eingeschränkten Datenzugang limitiert seien und das bestehende Software-Ökosystem nicht vollständig ersetzen könnten.
Die meisten China-Aktien zeigten sich ebenfalls stark, der Nasdaq Golden Dragon China Index stieg um 1,37 %. XPeng, GDS Holdings und 21Vianet legten jeweils um mehr als 6 % zu, Alibaba, Pinduoduo und JD.com verzeichneten leichte Gewinne, TSMC führte die Gewinne an. Baidu hingegen fiel leicht um 0,23 %, Futu Holdings verloren fast 2 %.

Am Rohstoffmarkt gab der internationale Goldpreis deutlich nach: Der Kassapreis für Gold in London fiel im Handelsverlauf zeitweise unter die Marke von 5.100 US-Dollar pro Unze und schloss schließlich rund 1,6 % niedriger bei etwa 5.144 US-Dollar. Auch der Kassapreis für Silber sank um 1,16 %. Analysten betonten, dass die nachlassenden Zinssenkungserwartungen der Fed die Entwicklung der Edelmetalle bremsten. Laut CME liegt die Wahrscheinlichkeit für eine Zinssenkung im März nur bei 2 %.
Die Ölpreise setzten ihren Abwärtstrend fort: WTI-Rohöl-Futures fielen um 0,35 % auf 66,08 US-Dollar pro Barrel, Brent-Öl fiel auf 70,77 US-Dollar. Geopolitische Risiken bleiben im Fokus: Das US-Militär stationierte elf F-22-Kampfjets im Süden Israels, um sich auf potenzielle Konflikte vorzubereiten. Der iranische Außenminister kündigte die Wiederaufnahme von Gesprächen mit den USA an, warnte aber, dass „ein Fehler der USA zu erheblichen Verlusten führen würde“. Trump erklärte, er hoffe auf eine Einigung mit dem Iran, drohte jedoch, dass ein Scheitern der Verhandlungen „einen sehr schlechten Tag“ bedeuten würde.
Der Markt blickt auf bevorstehende Schlüsselereignisse: Nvidia wird am Donnerstag nach Börsenschluss (UTC+8) seine Quartalszahlen veröffentlichen, die Wall Street erwartet weiterhin eine starke Nachfrage nach AI-Chips; Trump wird heute seine State of the Union Address im Kongress halten (UTC+8), Aussagen zu Zöllen und Iran-Politik könnten für Volatilität sorgen. Inmitten von Unsicherheiten bewerten Anleger die langfristigen Auswirkungen und kurzfristigen Risiken der AI-Welle neu.
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