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Begrabenes Libra: Meta kehrt mit einer vorsichtigeren Stablecoin-Strategie zurück

Begrabenes Libra: Meta kehrt mit einer vorsichtigeren Stablecoin-Strategie zurück

CointribuneCointribune2026/02/25 20:44
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Von:Cointribune

Mark Zuckerberg ist nicht Michael Saylor, der MicroStrategy-Guru, der bitcoin hortet wie andere Konserven. Den Meta-Chef kümmert das wenig. Doch die Kryptoindustrie komplett zu ignorieren, heißt, einen Zug zu verpassen. Einen Zug mit 3 Milliarden potenziellen Nutzern an Bord. Also kehrt Meta zurück zum Stablecoin-Tanz. Langsam, vorsichtig. Mit einer Lektion, die sich wie ein Brandmal ins Gedächtnis gebrannt hat: Niemals denselben Fehler zweimal machen.

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Kurz gefasst

  • Meta bereitet die Integration von Stablecoins auf Facebook, Instagram und WhatsApp über einen externen Partner vor.
  • Stripe ist der bevorzugte Kandidat, nachdem Bridge übernommen wurde und dessen CEO in den Meta-Vorstand eingezogen ist.
  • Im Gegensatz zum gescheiterten Libra-Projekt wird Meta diesmal keine eigene Kryptowährung herausgeben.
  • Der GENIUS Act von 2025 bietet nun einen bundesweiten regulatorischen Rahmen für Stablecoins in den Vereinigten Staaten.

Das Scheitern von Libra verfolgt Zuckerbergs Stablecoin-Strategie immer noch

Zunächst muss man sich an das Fiasko erinnern. 2019 stellte Meta Libra vor, eine globale Währung, gedeckt durch einen Währungskorb. Visa, Mastercard, PayPal, Stripe: alle großen Namen waren dabei. Dann brach alles wie ein Kartenhaus zusammen. Die US-Regulierungsbehörden zeigten die Zähne. Janet Yellen kritisierte das Projekt öffentlich scharf.

Die Partner gerieten in Panik und sprangen einzeln ab. 2022 starb Diem, der Name für die Wiederauferstehung, fast unbemerkt. Fünf Jahre später versucht Meta ein Comeback. Doch der Ansatz hat sich radikal verändert. Eine Quelle aus dem Umfeld:

Sie wollen es machen, aber nur ganz vorsichtig.

Übersetzung: Meta wird nie wieder selbst Stablecoins herausgeben. Nie wieder. Das Unternehmen hat verstanden, dass die Schaffung einer eigenen Währung bedeutet, sich allein den Regulierern auszusetzen.

Wenn Stablecoins auf Super-Apps treffen, verändert sich die Krypto-Landschaft

Zweitens hat sich der Stablecoin-Markt grundlegend gewandelt. 2019, zur Zeit von Libra, war dieser Sektor kaum eine Milliarde Dollar schwer. Heute liegt er bequem über 300 Milliarden. Es ist kein Nischenmarkt mehr nur für Krypto-Enthusiasten. Er ist zu einer eigenständigen Industrie geworden.

Der GENIUS Act, von Präsident Trump im Juli 2025 unterzeichnet, hat für Emittenten einen klaren bundesweiten Rahmen geschaffen. Es gibt nun Regeln. Die Akteure können sich darauf verlassen, ohne Angst haben zu müssen.

In diesem neuen Umfeld hat Stripe, der langjährige Partner von Meta, einen erheblichen Vorsprung gewonnen. Die Tochtergesellschaft Bridge, die im Oktober 2024 für 1,1 Milliarden Dollar übernommen wurde, erhielt im Februar 2026 eine bedingte Genehmigung von der OCC. Die technischen Schienen sind gelegt, zertifiziert, reguliert. Meta muss sie nur noch für seine 3 Milliarden Nutzer einsetzen.

Das Stripe-Bridge-Meta-Trio rüstet sich, um den Zahlungsverkehr zu dominieren

Als nächstes betrachten wir die Akteure und ihre Allianzen. Patrick Collison, CEO von Stripe, trat im April 2025 in den Meta-Vorstand ein. Die Puzzleteile fügen sich mit unerbittlicher Logik zusammen. Meta wird entgegen der Gerüchte keinen eigenen Stablecoin starten. Man wird die eigenen Apps einfach an die bewährte Infrastruktur von Stripe anbinden.

Content Creators, die zuerst angesprochen werden, können auf Instagram, Facebook und WhatsApp in Stablecoins bezahlt werden. Keine Gebühren mehr, die das Einkommen schmälern. Keine endlosen Verzögerungen bei internationalen Überweisungen mehr. Es ist eine stille, aber kraftvolle Kriegserklärung. 

Elon Musk will X zur Super-App machen. Telegram zieht nach. Doch Meta kann mit seiner demografischen Schlagkraft die Konkurrenz zahlenmäßig überrollen. Sprecher Andy Stone versuchte auf X zu beschwichtigen:

Es hat sich nichts geändert; es gibt immer noch keinen Meta-Stablecoin. Es geht darum, Einzelpersonen und Unternehmen zu ermöglichen, auf unseren Plattformen mit der Zahlungsmethode ihrer Wahl zu bezahlen.

Formell stimmt das, aber inhaltlich wird die Infrastruktur methodisch aufgebaut.

Metas diskretes Comeback in Zahlen

  • 2019–2022: Gescheiterter Start von Libra, planmäßiges Ende von Diem;
  • 300 Milliarden: aktuelle Marktkapitalisierung des globalen Stablecoin-Markts;
  • 1,1 Milliarden: Preis, den Stripe im Oktober 2024 für Bridge zahlte;
  • April 2025: Patrick Collison tritt offiziell in den Meta-Vorstand ein;
  • Februar 2026: Bridge erhält eine bedingte Genehmigung von der OCC.

Vor fünf Jahren war es verständlich, bei Kryptos hinterherzuhinken. Die Landschaft war unklar, die Risiken ungewiss. Heute halten Stablecoins Einzug in Gehälter und den Alltag. Der BVNK-Bericht bestätigt es: Zahlungen in Stablecoins explodieren. Untätigkeit angesichts dieser Welle wäre nicht mehr Vorsicht, sondern Wahnsinn. Meta hat es verstanden. Wer ist der Nächste?

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