Der Goldpreis ist im März stark gefallen, und Institutionen sind hinsichtlich der zukünftigen Entwicklung uneinig.
【Global Times Wirtschafts-Nachrichten】Am 31. März stieg der Goldpreis leicht an, aber der Spotpreis für Gold ist im bisherigen Monatsverlauf bereits um mehr als 11 % gefallen. Wayne Nutland, Investmentmanager bei Shackleton Advisers, sagte gegenüber CNBC, dass sich die Handelslogik für Gold in den letzten vier Jahren verändert habe. Besonders zwischen 2025 und Anfang 2026 stieg der Goldpreis erheblich und übertraf damit die vom Verlauf der Geschichte erwarteten Anstiege deutlich.
„Da sowohl die Anleihenrenditen als auch der US-Dollar gestiegen sind, zeigte Gold eine traditionelle, umgekehrte Sensibilität gegenüber diesen Indikatoren und fiel daher im Wert“, so Wayne Nutland. „Zu Beginn des Jahres 2026 lag der Goldpreis auf einem hohen Stand. Zusammen mit möglichen Gewinnmitnahmen von Investoren könnte dies den Preisverfall des Goldes weiter verstärkt haben.“
Iain Barnes, Chief Investment Officer von Netwealth, erklärte, dass die Volatilität des Goldpreises in den letzten Monaten aufgrund des gestiegenen Engagements institutioneller Investoren bereits das Doppelte des historischen Niveaus erreicht habe. Auch wenn die aktuellen makroökonomischen und Marktbedingungen sich von denen im Jahr 2008 unterschieden, gäbe es dennoch Parallelen: Nach fundamentalen Veränderungen beim US-Dollar und einer Stimmungswende am Markt hätten übermäßig investierte Anleger bei Rohstoffen die Preisschwankungen deutlich verstärkt.
Goldman Sachs-Analysten äußerten sich in einem Bericht weiterhin konstruktiv zu Gold und gehen davon aus, dass der Markt den geldpolitischen Kurs der Federal Reserve neu bewertet und für dieses Jahr mit maximal einer oder gar keiner Zinssenkung rechnet.
„Wir prognostizieren jedoch weiterhin, dass der Goldpreis bis Ende 2026 auf 5.400 US-Dollar pro Unze steigen wird. Mit der fortschreitenden Diversifizierung der Zentralbanken, einer Rückkehr der derzeit niedrigen spekulativen Positionen zum Normalwert und einer erwarteten Zinssenkung der Federal Reserve um 50 Basispunkte, wie von Ökonomen prognostiziert“, so die Analysten von Goldman Sachs. Dieses Basisszenario geht davon aus, dass sich der Privatsektor nicht weiter von Gold trennt und auch keine neuen Positionen aufbaut.
Joni Teves, Edelmetallstrategin bei UBS, warnte kürzlich, dass der Aufwärtstrend beim Gold bald enden könnte. Der Markt rechne nun damit, dass die Federal Reserve die Zinsen in diesem Jahr unverändert lassen wird, was das weitere Aufwärtspotenzial für Gold begrenze. Zugleich betonte Joni Teves, dass der Goldzyklus grundsätzlich dem der Federal Reserve folgen sollte; daher werde der Goldpreis zum Jahresende voraussichtlich allmählich sinken und in den kommenden Jahren weiter zurückgehen. (Wen Hui)
Redakteur: Zhu Henan
Haftungsausschluss: Der Inhalt dieses Artikels gibt ausschließlich die Meinung des Autors wieder und repräsentiert nicht die Plattform in irgendeiner Form. Dieser Artikel ist nicht dazu gedacht, als Referenz für Investitionsentscheidungen zu dienen.
Das könnte Ihnen auch gefallen
BCA: Tag der Befreiung 2.0 – Zollpolitik und Ausblick auf die Zwischenwahlen 2026

Alle Augen sind auf Washington gerichtet: Kommt nächste Woche die „Superwoche der Zentralbanken“ mit einer Zinserhöhungswelle der G7?
Angesichts steigender Inflation, geopolitischer Konflikte und Ölpreisen über 100 erlebt die G7-Zentralbanken eine entscheidende Zinsentscheidungswoche. Angetrieben durch eine über den Erwartungen liegende Kerninflation wird von der Federal Reserve die erste Zinserhöhung seit drei Jahren erwartet; die Bank of Japan dürfte die Zinsen auf 1,25 % anheben, den höchsten Stand seit 30 Jahren; auch die hawkische Haltung der Zentralbanken Großbritanniens, Europas und Kanadas wird gleichzeitig verstärkt. Die globale Geldpolitik steht vor einem bedeutenden kollektiven Wendepunkt hin zu einer restriktiveren Ausrichtung.
Wird die Fed die Zinsen „kontinuierlich anheben“? Wird sich der „Straffungszyklus“ der späten 1980er Jahre wiederholen?
Ein Bericht von Citi weist darauf hin, dass das aktuelle makroökonomische Umfeld dem restriktiven Zyklus von 1988-1989 sehr ähnlich ist: Damals blieb die Wirtschaft widerstandsfähig, und der Inflationsdruck baute sich schrittweise auf, bevor die wirtschaftliche Aktivität nachließ und die Politik auf eine Lockerung umschwenkte. Während des restriktiven Zyklus damals erhöhte die Federal Reserve die Zinssätze 16 Mal in Folge.
Erzrivalen vereinen sich selten! Elon Musk und Sam Altman unterstützen Dario Amodeis Aufruf zur globalen Verlangsamung von KI
Anthropic Amodei ruft zu einer weltweiten Verlangsamung von KI auf, und die Rivalen Musk sowie Altman treten überraschend gemeinsam öffentlich für diese Initiative ein. Die drei großen Akteure stimmen darin überein, Dritten „Mitarbeiter-Level“-Bewertungsrechte zu gewähren und eine koordinierte Drosselung umzusetzen; Altman kündigte darüber hinaus direkt an, dass OpenAI dieses Jahr keinen Börsengang anstrebt. Der wütende Rücktritt eines Forschers und das kollektive Ausbrechen unkontrollierbarer KIs entfachten die lang angestaute Panik in der Branche.
