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Warum erleben Software-Aktien eine starke Trendwende?

Warum erleben Software-Aktien eine starke Trendwende?

美投investing美投investing2026/05/30 01:09
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Von:美投investing

Software-SaaS

Heute ist der letzte Handelstag im Mai, und die US-Aktienmärkte haben dank fallender Ölpreise und der Stärke der Technologiewerte einen soliden Schlusspunkt unter den traditionell schwachen Monat Mai gesetzt. Im gesamten Mai verzeichnete der Nasdaq einen Anstieg von über 8 %, der S&P 500 gewann 5 %, und auch der Dow Jones legte um nahezu 3 % zu. Am bedeutendsten in dieser Rally war die Veränderung der zugrunde liegenden Führungslogik innerhalb des Technologiesektors.

CNBC sieht, dass AI-Trades ursprünglich vor allem auf Chips, Rechenleistung und Speicher konzentriert waren, der Markt nun jedoch beginnt, sich über den gesamten Stack der AI-Infrastruktur auszubreiten. Dell ist hierfür das typischste Beispiel. Dell übertraf im ersten Quartal sowohl Umsatz- als auch Gewinnerwartungen, hob zudem die Jahresprognose an und wurde dafür mit einem Kurssprung von 33 % belohnt – der beste Tagesanstieg in der Unternehmensgeschichte.

David Nicholas, Gründer von XFUNDs by Nicholas Wealth, sagt, Dell repräsentiere nun die Ausbreitung der AI-Ertragsstory. Zu Beginn spielte sich die AI-Rally bei Chips und Speicher ab, mittlerweile ist sie zur Story über den gesamten AI-Infrastruktur-Stack geworden. Diese Einschätzung stimmt mit dem Kursverlauf überein.

CNBC erwähnt weiter, dass es auch abseits von AI Fortschritte gab, etwa beim 60-tägigen Waffenstillstands-Memorandum zwischen den USA und dem Iran. Trump erklärte heute auf Truth Social aus dem Kriegsraum, dass er eine endgültige Entscheidung über die nächsten Schritte treffe und betonte, der Iran dürfe keine Atomwaffen besitzen und die Straße von Hormus müsse sofort geöffnet werden.

Nach Ansicht von CNBC ist diese scheinbar nichtssagende Aussage für den Markt entscheidend, da sie symbolisiert, dass die USA einen klaren Weg zur Lösung vorgibt. Unabhängig vom Ausgang reduziert dies die Unsicherheit und damit auch die Wahrscheinlichkeit weiter steigender Ölpreise. Steigen die Ölpreise nicht weiter an, erhöht sich der Inflationsdruck nicht weiter und es entsteht mehr Spielraum für Zinssenkungen durch die Federal Reserve. Das Bewertungsniveau für US-Aktien fällt damit weniger ins Gewicht. Der WTI-Ölpreis sank im Mai insgesamt fast 17 %, erreichte zwar nicht das Niveau vor Kriegsbeginn, verzeichnete jedoch den größten Monatsrückgang seit dem Zolltag des Vorjahres.

Deshalb meint CNBC, dass Aktien jetzt so stark steigen, weil der Markt gleich zweifache Entspannung sieht: Zum einen fallen die Ölpreise und damit der Inflations- und Zinsdruck, zum anderen realisieren Technologiefirmen weiterhin Gewinne. Das ist die ideale Kombination für Risiko-Assets: sinkender makroökonomischer Druck und steigende Unternehmensgewinne.

Allerdings ist der Markt bereits deutlich vorweggenommen. CNBC zitiert David Nicholas, der bestätigt, dass zwar weiterhin „Black-Swan“-Risiken bestehen, aber er glaubt, dass sich das Ganze bald auflöst. Viele gute Nachrichten sind bereits eingepreist, aber sollte der Konflikt tatsächlich enden, könnte sich weiteres Aufwärtspotenzial eröffnen.

Was die konkrete Anlagestrategie betrifft, hält CNBC jetzt nicht das reine Hinterherlaufen beim Index für sinnvoll, sondern empfiehlt, die Qualität der Kursanstiege zu unterscheiden. Der Nasdaq legte in einem Monat 8 % zu, Tech-ETFs fast 20 % und Micron sogar fast 88 %. Diese Zahlen zeigen, wie stark der KI-Trend ist, aber auch wie hoch das kurzfristige Gedränge bereits ist.

Jason meint, im Grunde seien es stets dieselben Themen, und auch wenn Trump einige Informationen freigibt, ist dies seiner Ansicht nach bereits im Markt „price-in“. Das ist heute nicht das Entscheidende – entscheidend ist das große Rebound-Potenzial der Software-Aktien.

Seit Ende Januar wurden Software-Aktien fast ein Quartal lang von der AI-Revolution unter Druck gesetzt. Zentrale Argumente dafür: AI-Agents können einerseits direkt Software generieren und ersetzen, andererseits wird das SaaS-Modell mit Gebühren pro Nutzer durch AI-bedingte Entlassungen und geringere Nutzerzahlen stark beeinträchtigt. Das führte bei vielen Software-Aktien zu Wertverlusten um die Hälfte – ein Hinweis auf die dramatische Auswirkung auf das Geschäftsmodell.

Allerdings sind in diesem Monat zwei Dinge passiert: Zum einen wurde die Bedeutung der Cybersicherheit ins Zentrum gerückt – das Weiße Haus, Banken und Anthropic betonen alle die Verbindung zwischen AI und Cybersecurity. Der Markt erkennt zunehmend, dass AI existierende Cybersecurity-Expertise nicht ersetzt, sondern noch neue Sicherheitsprobleme schafft – das steigert den Wert von Cybersecurity.

Zum anderen zeigte sich durch die jüngst veröffentlichten Quartalszahlen von TEAM, DDOG und SNOW, dass AI diese SaaS-Unternehmen nicht beeinträchtigt hat. Sie konnten mit nutzungsbasierten Gebühren nicht nur stabile Ergebnisse sichern, sondern auch stetiges Nutzerwachstum erreichen.

Hinzu kommt, dass die zuvor stark gefallenen Bewertungen SaaS-Softwareaktien attraktiver machten. Der Markt erkennt, dass er die Disruptionskraft von AI auf die Software vermutlich überschätzt – und unterschätzt hat, wie wertvoll die Einführung bestehender Software oder SaaS-Dienste und der Einsatz von AI-Tools für Unternehmen ist.

Deshalb scheint das Kapital neben den Halbleitern nun einen zweiten Anker gefunden zu haben: Software. Doch kann die Softwarebranche damit wieder aufblühen? Welche Faktoren sind entscheidend? Wie findet man die Software-Aktien, die kurz vor dem Ausbruch stehen? Diese Fragen wird der Autor morgen Abend im Hauptkanal beantworten – wir laden Sie herzlich ein, zuzuschauen.

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