Das Bruttoinlandsprodukt Neuseelands ist im ersten Quartal um 0,8 % gegenüber dem Vorquartal gewachsen, die Entwicklung der Politik wird durch die Situation im Nahen Osten beeinflusst.
- Neuseelands BIP ist im ersten Quartal gegenüber dem Vorquartal um 0,8 % gestiegen und entsprach damit den Erwartungen; im Jahresvergleich lag das Wachstum bei 1,5 % und damit über den Markterwartungen von 1,1 %. Das BIP-Wachstum im vierten Quartal wurde auf 0,5 % nach oben revidiert (ursprünglich 0,2 %). Der Haupttreiber war das verarbeitende Gewerbe, wobei 9 von 16 Branchen ein Wachstum verzeichneten.
- Laut Westpac-Ökonomen könnte die Zentralbank ihr Augenmerk stärker auf die wirtschaftlichen Entwicklungen nach März richten, insbesondere auf die Auswirkungen des starken Anstiegs der Kraftstoffpreise auf die Wirtschaftsaktivität, auf den Rückgang der Ölpreise in Bezug auf die Persistenz des Inflationsdrucks sowie darauf, ob das Friedensabkommen Bestand hat.
- Seit August 2024 hat die Zentralbank Neuseelands die Zinsen insgesamt um 325 Basispunkte gesenkt, aktuell liegt der Zinssatz bei 2,25 %. Der Markt schätzt die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung im Juli auf etwa 80 %. Die Inflationsrate beträgt 3,1 % und liegt damit weiterhin über dem Zielkorridor von 1 %-3 %. Schwache Nettozuwanderung, eine Abkühlung auf dem Immobilienmarkt, eine straffere Fiskalpolitik sowie Abwärtsrisiken infolge des Nahostkonflikts setzen die Wirtschaft weiterhin unter Druck. Sowohl Zentralbank als auch Finanzministerium gehen davon aus, dass das Wirtschaftswachstum im zweiten Quartal durch den Nahostkrieg bereits beeinträchtigt wurde.
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