Die Zinserhöhung der Bank of Japan konnte den Fall des Yen nicht stoppen, der Yen nähert sich einem 40-Jahres-Tief.
BlockBeats berichtet am 19. Juni unter Berufung auf Reuters, dass der japanische Yen gegenüber dem US-Dollar weiterhin nahe dem Tiefstand seit fast 40 Jahren notiert, obwohl die Bank of Japan in der vergangenen Woche den Zinssatz auf das höchste Niveau seit 31 Jahren angehoben hat und das japanische Finanzministerium in diesem Jahr bereits mehrmals am Devisenmarkt intervenierte. Am Freitag lag der Dollar-Yen-Kurs bei 161,12 und damit nicht weit entfernt vom zuvor erreichten Zweijahreshoch.
Die anhaltend falkenhafte Haltung des neuen US-Notenbankpräsidenten Kevin Warsh treibt den Dollar weiter nach oben, während die Kerninflation in Japan den vierten Monat in Folge unter dem 2%-Ziel der Bank of Japan liegt und so die Markterwartung weiterer Zinserhöhungen dämpft. Gleichzeitig sorgt der Ausgabenplan der japanischen Premierministerin Sanae Takaichi für Bedenken hinsichtlich der fiskalischen Lage.
Die DBS Bank erklärte, dass sich die Short-Positionen auf den Yen nach der Zinserhöhung der Bank of Japan in dieser Woche am Markt noch nicht wesentlich eingedeckt haben und die japanische Toleranz gegenüber einer Yen-Abwertung fast ausgeschöpft sei. Der Markt erwartet, dass das japanische Finanzministerium bei einem Dollarkurs von etwa 161,95 Yen erneut am Devisenmarkt eingreifen könnte. Unterdessen zeigen die CME FedWatch-Daten, dass die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung der Fed im Juli um 25 Basispunkte auf 38,5% gestiegen ist – ein deutlicher Anstieg gegenüber 8% vor einer Woche, was die Erwartungen eines starken Dollars weiter untermauert.
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