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Montag, Vorwarnung vor dem Beben

Montag, Vorwarnung vor dem Beben

金融界金融界2026/06/22 00:09
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Von:金融界

Quelle: Wall Street Intelligence Circle

– Erst handeln asiatische Märkte in Panik zur Eröffnung, am Nachmittag überprüfen europäische Märkte die Fakten, und zur US-Börseneröffnung kehrt die Realität zurück.

Vor der Markteröffnung am Montag kamen folgende Nachrichten:

Der Iran erklärte, er habe aufgrund des Bruchs des Waffenstillstandsabkommens durch Israel die Straße von Hormus geschlossen. Gleichzeitig sei jedoch die oberste iranische Verhandlungsdelegation bereits ins Flugzeug gestiegen, um in der Schweiz ein Treffen mit den Amerikanern abzuhalten.

Am nächsten Montag könnte der Markt starke Turbulenzen erleben – die asiatische Handelszeit dürfte besonders riskant sein, und nach Eröffnung der US-Börse am Abend könnte sich die Stimmung etwas aufhellen. Direkt zur Markteröffnung werden sich Ölpreise und sichere Häfen als Erste auf die "erneute Schließung der Straße von Hormus" einstellen; der Ölpreis könnte sprunghaft um 2–3 US-Dollar höher notieren. In Ermangelung weiterer Beweise für eine militärische Eskalation dürfte jedoch bereits nach etwa einer halben Stunde eine erste Gegenbewegung auftreten. Entscheidend ist die Entwicklung des US-Dollars und der Renditen von US-Staatsanleihen – viele Trader beobachten aufmerksam das Level bei 101. Wird dieses durchbrochen, zeigt das, dass der Markt die Lage im Nahen Osten nicht länger als Hauptkonfliktfeld sieht, und Risikoanlagen werden massiv verkauft.

Im Kern ist dies ein "Schauspiel, dessen Drehbuch längst geschrieben ist, aber bei dem alle Darsteller improvisieren". Obwohl von einer Blockade die Rede ist, sind der Parlamentspräsident, der Außenminister und der Zentralbankchef Irans in die Schweiz gereist – das zeigt, wie sehr sie auf US-Dollar und wirtschaftliche Erholung angewiesen sind; die Sperrung der Meerenge ist nur ein kurzfristiges Verhandlungspfand. Am Abend könnte Trump also wieder einige "gute Nachrichten von den Verhandlungen in der Schweiz" verbreiten, um die Märkte zu stützen.

Allerdings hat sich der Fokus der US-Iran-Verhandlungen verschoben. Viele schauen immer noch auf das iranische Atomabkommen, während Libanon inzwischen wichtiger ist. Denn sowohl die USA als auch Iran haben echtes Interesse an einem Waffenstillstand – das Problem liegt im Konflikt zwischen Israel und der Hisbollah, bei dem keiner den ersten Schritt machen will. In den kommenden Wochen könnten die Märkte daher folgenden Zyklus mehrfach erleben: "Waffenstillstand – Gefechte – Sperrung der Straße von Hormus – Verhandlungen – Waffenstillstand – erneute Gefechte". Die Nachrichtenlage ändert sich täglich; am spannendsten ist es, ob die Verhandlungen in der Schweiz dem Konflikt im Libanon ein "Sicherungsseil" verpassen können. Solange dieses Seil hält, bleibt die Straße von Hormus eher ein Drohszenario als eine tatsächliche Bedrohung. Doch gerät die Lage im Libanon außer Kontrolle, könnte das heutige "falsche Alarmsignal" tatsächlich Realität werden.

Wirklich wichtig ist jedoch – am Freitag stieg die Wahrscheinlichkeit für eine Zinserhöhung der Fed, während die Finanzmärkte in China und den USA wegen Feiertagen noch nicht darauf reagiert haben. In der kommenden Woche werden die US-Einkaufsmanagerindizes (PMI) für das verarbeitende Gewerbe und den Dienstleistungssektor für Juni sowie der Kern-PCE-Preisindex für Mai veröffentlicht. Diese Daten könnten entweder die Zinserwartungen auf die Spitze treiben oder bestätigen, dass die Marktprognosen übertrieben sind.

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