Der Spot-Goldpreis fällt weiter, aber Morgan Stanley bleibt langfristig optimistisch.
Bis 13:52 Uhr wurde Spot-Gold mit 4119,27 US-Dollar pro Unze gehandelt, was einem Tagesverlust von 61,60 US-Dollar bzw. einem Rückgang von 1,47 % entspricht. Das makroökonomische Umfeld bleibt zwiegespalten: Die Federal Reserve hat die Zinssätze im Juni unverändert bei 3,75 % belassen, allerdings signalisiert das Dot Plot weiterhin eine mögliche Zinserhöhung im Laufe des Jahres. Die Rendite 10-jähriger US-Staatsanleihen steigt, was druck auf verzinsliche Anlagen wie Gold ausübt. Dennoch bleiben die geopolitischen Spannungen im Nahen Osten hoch, und der Trend zu Goldkäufen durch globale Zentralbanken bleibt bestehen, sodass die Unterstützung für den Goldpreis weiterhin stark ist. Die Goldbestände an der Shanghai Futures Exchange liegen bei 111.639 Kilogramm und sind im Wochenverlauf um 24 Kilogramm gesunken, was auf Stabilität hindeutet.
Hinsichtlich der Marktliquidität bleiben die offenen Positionen bei den COMEX-Gold-Futures auf hohem Niveau, und die ETF-Bestände sind in letzter Zeit leicht angestiegen. Die Eigenschaft von Gold als sicherer Hafen gewinnt weiterhin Kapitalzuflüsse.
Morgan Stanley erklärte, dass das Kursziel von 5.200 US-Dollar für die zweite Jahreshälfte nur dann leichter erreichbar sei, wenn die Zuflüsse in ETFs deutlich zunehmen. Morgan Stanley bleibt für die langfristigen Aussichten von Gold optimistisch, da die Entspannung im Nahen Osten und fallende Ölpreise helfen, Inflationssorgen zu dämpfen. Allerdings hat die Federal Reserve bei ihrer jüngsten Sitzung einen unerwartet restriktiven Ton angeschlagen und damit die Erwartung verstärkt, dass die Zinssätze länger auf hohem Niveau bleiben werden, was die Opportunitätskosten für das Halten von nicht verzinslichen Vermögenswerten wie Gold erhöht.
Redakteur: Zhu Henan
Haftungsausschluss: Der Inhalt dieses Artikels gibt ausschließlich die Meinung des Autors wieder und repräsentiert nicht die Plattform in irgendeiner Form. Dieser Artikel ist nicht dazu gedacht, als Referenz für Investitionsentscheidungen zu dienen.
Das könnte Ihnen auch gefallen
Die Fed beginnt mit Zinserhöhungen, was den privaten Kreditmarkt zusätzlich belastet
Steigende Zinssätze wirken wie der "letzte Schlag" – die variablen Kreditkosten der Portfoliounternehmen steigen, potenzielle Käufer sind wegen hoher Finanzierungskosten zurückhaltend. 349 Milliarden Dollar sind in Zombie-Fonds gebunden, etwa 500 Milliarden Dollar an Fonds stehen vor dem Risiko einer Überschreitung der Laufzeit und können nicht aussteigen. Das Fundraising-Volumen ist auf das niedrigste Niveau seit 2020 gefallen, die durchschnittliche Rendite erreicht mit nur 7 % ein 14-Jahres-Tief. Eine Welle von Zahlungsausfällen bei Software-Investitionen wird voraussichtlich bis 2028 geballt auftreten, die Bewertungen von Private Credit sind stark gesunken.
Die Trendwende der KI-Rechenleistung und dahinter stehende Kapitalströme: Der Kapitalfluss von JPMorgan zeigt eine Rückgang der Käufe durch Privatanleger und einen Zufluss zu Kernunternehmen der Rechenleistung wie Nvidia und SanDisk.
Enthüllt wird nicht ein "vollständiger Rückzug der Privatanleger aus KI", sondern vielmehr eine unter makroökonomischem Druck deutlich verlangsamte allgemeine Markteintrittsdynamik sowie eine stärkere Konzentration auf Einzeltitel. Zur einmütigen Zinserhöhung der Federal Reserve um 25 Basispunkte und der Anhebung des Leitzinses auf 3,75 %–4,00 % lautet die Einschätzung von JPMorgan: Wenn es sich lediglich um den Rückzug des letzten Jahres erfolgten "Versicherungs-Zinssenkung" und einen flachen Zinserhöhungszyklus handelt, während die Unternehmensgewinne weiterhin stark bleiben und sich die Lage im Nahen Osten nicht weiter verschärft, ist der Aktienmarkt weiterhin in der Lage, den Anstieg der Zinssätze zu verkraften.
