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Fed wird den zweiten Schuss abgeben

Fed wird den zweiten Schuss abgeben

金融界金融界2026/07/04 01:04
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Von:金融界

Quelle: Wall Street Intelligence Circle

Wenn man den Markt in der kommenden Woche mit einem Film vergleicht, dann ist der wahre Hauptdarsteller nicht ein Wirtschaftsdatenbericht, sondern das Protokoll der Federal Reserve Sitzung.

Dieses Sitzungsprotokoll wird dem Markt zeigen, worüber die Federal Reserve während der Sitzung im Mai nachdachte (es war das erste Mal, dass Waller die Sitzung leitete), und es wird den zweiten Einschlag am Markt bedeuten.

Erstens: Das Protokoll dürfte tendenziell restriktiv sein und dem Markt nicht besonders freundlich gesinnt – denn die Sitzung fand vor den schwachen Nonfarm Payrolls statt. Damals sah der Markt, dass das Inflationsrisiko noch nicht vollständig gebannt war, der Ölpreisschock gerade vorüber war und das Dot-Plot immer noch einen Hang zu Zinserhöhungen zeigte. Wie der Markt darauf reagiert, hängt ganz davon ab, wie das Protokoll interpretiert wird – ob mit den Einstellungen vor oder nach den Nonfarm Payrolls.

Zweitens: Wirklich gravierend wäre die folgende Situation: Das Protokoll zeigt, dass nicht nur „eine Minderheit der Mitglieder“ eine restriktive Haltung hat, sondern dass „die Mehrheit der Mitglieder“ bereits ernsthaft eine baldige Zinserhöhung diskutierte. In diesem Fall würden der US-Dollar und die Rendite der US-Staatsanleihen mit einer Laufzeit von zwei Jahren ansteigen – der Goldpreis hingegen dürfte einen Rücksetzer erfahren.

Drittens: Der Markt wird verstärkt darauf achten, ob es „interne Zerwürfnisse“ gibt. Waller sagte, dass es im Juli einen „family fight“ geben könne, weshalb beim Protokoll nicht so sehr entscheidend ist, ob es restriktiv oder locker formuliert ist, sondern ob sich das Komitee intern bereits in zwei Lager gespalten hat:

Die eine Gruppe sorgt sich wegen anhaltender Inflation;

Die andere Gruppe befürchtet, dass der Arbeitsmarkt abkühlt.

Wenn das Protokoll große Meinungsverschiedenheiten offenbart, geht der Markt davon aus, dass die künftige Politik stärker datengesteuert sein wird und die Zinsvolatilität weiter zunehmen wird. Dieses Ergebnis muss den US-Dollar nicht zwangsläufig stärken, könnte jedoch die Schwankungsbreite der Vermögenswerte erhöhen.

Viertens: Neben dem Protokoll gibt es noch zwei Nebenrollen – den ISM-Dienstleistungsindex und die US-Anleiheauktionen.

Wenn der ISM-Dienstleistungsindex stark ausfällt, wird der Markt wieder daran glauben, dass die US-Wirtschaft widerstandsfähig bleibt, und die Wahrscheinlichkeit für Zinserhöhungen könnte wieder steigen.

Wenn der ISM-Dienstleistungsindex schwach ausfällt, wird das eher die Annahme stärken, dass „die Abkühlung am Arbeitsmarkt kein Zufall ist“ – der Dollar bleibt unter Druck, Gold profitiert.

Die US-Anleiheauktionen entscheiden darüber, ob die langfristigen Renditen stabil bleiben können. Die 10-jährige US-Rendite liegt aktuell immer noch bei etwa 4,47 %, ist also nicht stark gefallen – das zeigt, dass das Angebot der Staatsanleihen und die Laufzeitprämie weiterhin Druck auf den Anleihemarkt ausüben. Sollten die Auktionen schlecht verlaufen, werden sowohl Gold als auch Technologiewerte darunter leiden, denn die Realzinsen könnten steigen.

Das Protokoll der kommenden Woche dürfte eher wie ein „hawkish echo“ (Falkenhall) wirken und nicht unbedingt die Markttrends verändern. Was wirklich entscheidend für eine Richtungsänderung am Markt wäre, ist, ob das Protokoll stark genug ist, um die Auswirkungen der Nonfarm Payrolls zu überdecken.

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Haftungsausschluss: Der Inhalt dieses Artikels gibt ausschließlich die Meinung des Autors wieder und repräsentiert nicht die Plattform in irgendeiner Form. Dieser Artikel ist nicht dazu gedacht, als Referenz für Investitionsentscheidungen zu dienen.

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