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Von 1,5 GW Vorbestellungen zu einer 20-Milliarden-Dollar-Bewertung: Singapurs Rechenzentrumsbetreiber DayOne strebt an die US-Börse

Von 1,5 GW Vorbestellungen zu einer 20-Milliarden-Dollar-Bewertung: Singapurs Rechenzentrumsbetreiber DayOne strebt an die US-Börse

智通财经智通财经2026/08/11 11:31
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Von:智通财经

Laut informierten Kreisen hat DayOne Data Centers heimlich einen Antrag auf einen Börsengang an den US-Aktienmärkten eingereicht. Das Unternehmen plant, frühestens im nächsten Quartal an die Börse zu gehen und erwägt, durch den IPO rund 5 Milliarden US-Dollar einzusammeln.

German Finance APP hat erfahren, dass Medien unter Berufung auf informierte Kreise berichtet haben, dass DayOne Data Centers Ltd., einer der wichtigsten Akteure im weltweiten Boom beim Bau von Datenzentren, heimlich einen Antrag auf einen Börsengang (IPO) in den USA eingereicht hat. Informierte Kreise erklärten, der in Singapur ansässige Betreiber von Datenzentren plane, bereits im nächsten Quartal an die Börse zu gehen. Da die Informationen noch nicht öffentlich sind, wollten die informierten Kreise anonym bleiben. Weiter wurde berichtet, dass das Unternehmen durch den IPO rund 5 Milliarden US-Dollar einnehmen möchte.

Medien hatten zuvor berichtet, dass DayOne durch den Börsengang eine Bewertung von etwa 20 Milliarden US-Dollar anstreben könnte. Informierte Kreise erklärten, dass die Überlegungen noch andauern und Details wie das Emissionsvolumen und der Zeitpunkt des Börsengangs noch Änderungen unterliegen können. DayOne hat bislang keine Kommentare zu den Berichten abgegeben.

Im Juni hat DayOne eine Finanzierungsrunde der Serie C in Höhe von 4,5 Milliarden US-Dollar abgeschlossen, angeführt von den Hauptaktionären Coatue Management und Hillhouse, sowie neuen Investoren wie Achi Capital Partners und dem staatlichen Investmentfonds von Indonesien. Das Unternehmen erklärte, diese Finanzierung werde DayOne eine schnelle Expansion in Schlüsselmärkte wie Singapur, Malaysia, Indonesien, Thailand, Japan, Hongkong, Finnland und Spanien ermöglichen.

Seit der Gründung im Jahr 2022 hat DayOne bereits über 1,5 Gigawatt (GW) Datenzentrumskapazität in der Asien-Pazifik-Region und Europa gebucht. Zu den Investoren zählen auch bekannte Unternehmen wie das chinesische Datenzentrum-Unternehmen GDS sowie die SoftBank Vision Fund unter Leitung des japanischen Investment-Giganten Masayoshi Son und Ken Griffin, der Gründer von Citadel.

Mit dem Aufstieg der künstlichen Intelligenz wächst auch das Interesse der Investoren an der wichtigsten Infrastruktur für AI-Training und -Inference: Datenzentren. Die australische Firmus Technologies Pty erklärte vergangene Woche, für eine 2 Milliarden US-Dollar Finanzierungsrunde Investitionszusagen erhalten zu haben, wobei Coatue ebenfalls beteiligt ist. Switch Inc. und Nscale sind weitere bekannte große Betreiber von Datenzentren, die einen Börsengang in den USA vorbereiten und möglicherweise noch dieses Jahr an die Börse gehen.

Das in Dallas ansässige Csquare Inc. hat vergangenen Monat durch einen Börsengang 1,05 Milliarden US-Dollar eingenommen, mit einem Emissionspreis von 21 US-Dollar je Aktie, was unter dem zuvor beworbenen Preisbereich lag. Das von Brookfield Corp. unterstützte Datenzentrum-Unternehmen schloss am Montag in New York mit einem Kurs von 21,6 US-Dollar.

Der zunehmende Bedarf an AI-Rechenleistung und der intensive Boom beim Bau von Datenzentren führen zu einer AI-Investitionswelle, die DayOne als Kernpunkt ihrer strategischen Logik für den Zugang zum US-Kapitalmarkt betrachtet.

DayOne verlässt sich nicht auf zukünftige Geschichten zur Finanzierung: Das Unternehmen hat im Juni eine Serie-C-Finanzierungsrunde in Höhe von 4,5 Milliarden US-Dollar abgeschlossen und seit Gründung im Jahr 2022 über 1,5 GW Kapazität in Asien-Pazifik und Europa gesichert (Capacity Bookings). Es baut „AI-ready“ Datenzentrumskomplexe für hyperskalierende Cloud-Anbieter und Unternehmenskunden. Der IPO verfolgt folglich das Ziel, in der stärksten Phase der AI-Investitionsausgaben einen durch privates Kapital geprüften „Strom+Grundstück+Datenzentrum+AI-Kapazitäts“-Wert auf dem weltweit größten öffentlichen Aktienmarkt neu zu bewerten.

Für Investoren ist bei DayOne’s IPO nicht der „nächste AI-Aktiengang“ das spannendste, sondern die Erweiterung der Anlageklassen während des AI-Bullenmarkts: Von den AI-Halbleitergewinnen, die Nvidia GPUs dominieren, über die Cashflows aus Kapazitätsleasing von Datenzentren, bis zu den Infrastrukturanteilen, Krediten und zentralen Verbriefungsinstrumenten, die diese Anlagen unterstützen. Auch Switch hat kürzlich heimlich einen US-IPO beantragt, DayOne folgt unmittelbar – ein weiteres Zeichen dafür, dass die großen Vermögensverwalter an der Wall Street versuchen, AI-Datenzentren vom kapitals intensiven Projekt zu „digitalen Infrastruktur-Cashflow-Anlagen“ mit langfristigen Verträgen, Buchungen und Potenzialwert umzuwandeln.

Aus Sicht des groß angelegten AI Systems Engineering ist die Leistungssteigerung von Modellen zum Flaschenhals geworden, der sich von einzelnen GPUs weiter zu „GPU-Cluster→Highspeed-Netzwerk→Stromzugang→Flüssigkeitskühlung/Abwärme→Datenzentrum-Komplex→langfristige Finanzierung auf den Finanzmärkten“ entlang der gesamten Infrastrukturkette verschiebt. DayOne befindet sich exakt in der kapitalintensivsten, längsten Bau- und restriktivsten Layer: „Datenzentrum+Stromkapazität“. Das Produkt ist nicht das AI-Modell, sondern die verfügbare Leistung in Megawatt/Gigawatt (MW/GW) AI-Infrastrukturkapazität, die den Betrieb von zehntausenden oder hunderttausenden GPUs dauerhaft ermöglicht.

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