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Wer wird das „größte IPO der Geschichte“-Investmentbank-Rennen gewinnen? Anthropic steht kurz davor, Morgan Stanley und Goldman Sachs auszuwählen

Wer wird das „größte IPO der Geschichte“-Investmentbank-Rennen gewinnen? Anthropic steht kurz davor, Morgan Stanley und Goldman Sachs auszuwählen

华尔街见闻华尔街见闻2026/09/05 08:16
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Von:华尔街见闻

Der Kampf um die Übernahmemandate für den Anthropic-Börsengang geht in die Endphase: Morgan Stanley dürfte als führende Konsortialführerin („Left Lead“) auftreten, während Goldman Sachs voraussichtlich als Stabilisierungsagent fungieren wird. Auch JPMorgan, Citigroup und Barclays werden voraussichtlich bedeutende Positionen einnehmen. Der Markt erwartet, dass die Bewertung von Anthropic die Marke von 2 Billionen US-Dollar überschreiten könnte, doch der annualisierte Umsatz von 65 Milliarden US-Dollar liegt unter den aggressiven Erwartungen. Zudem stellt die Konkurrenz von OpenAI eine Herausforderung für die hohe Bewertung dar.

Das AI-Einhorn Anthropic steht kurz davor, den größten Börsengang in der Geschichte der Wall Street zu starten. Ein erbitterter Kampf unter führenden Investmentbanken um die Rolle des Konsortialführers nähert sich dem Ende.

Am Samstag berichtete die britische Financial Times unter Berufung auf vier Informanten, Morgan Stanley sei in einer günstigen Position, die wichtigste Konsortialführer-Rolle ("lead left") beim IPO zu übernehmen, während Goldman Sachs voraussichtlich als Stabilisierungsagent fungieren wird und die entscheidenden Transaktionsphasen zu Beginn von Anthropics Börsengang überwacht.

Investoren erwarten, dass Anthropic mit einer Bewertung von 2 Billionen US-Dollar oder mehr an die Börse gehen wird und damit SpaceX übertrifft, was den bislang größten Börsengang bedeuten würde. Sollte die Bewertung Realität werden, werden frühe Investoren dutzende Milliarden Dollar Buchgewinne verzeichnen. Das Börsendebüt von Anthropic könnte als wichtiger Indikator für die Risikobereitschaft des Marktes gegenüber schnell wachsenden AI-Unternehmen gelten.

Morgan Stanley an der Spitze, Goldman Sachs als Stabilisator, auch J.P. Morgan dabei

Bei der Sitzverteilung für diesen Börsengang sticht die Position von Morgan Stanley besonders hervor.

Berichten zufolge hat Morgan Stanley in den vergangenen Wochen die Gespräche über den Ausgabepreis von Anthropic mit potenziellen Investoren geleitet – eine Kernaufgabe des Konsortialführers ("lead left"). Diese Position steuert die Bewertungsgespräche und entscheidet darüber, welche Hedgefonds, institutionelle Investoren und Staatsfonds die größten Aktienkontingente erhalten, wobei sie zugleich ein wichtiges Renommee für die Investmentbank darstellt.

Allerdings weisen Informanten darauf hin, dass die endgültige Ernennung von Morgan Stanley noch nicht feststeht und weiterhin Unsicherheiten bestehen.

Goldman Sachs wird voraussichtlich als Stabilisierungsagent fungieren. Bemerkenswert: Beim Börsengang von SpaceX im Juni waren die Rollen der Banken exakt vertauscht – Goldman Sachs war Konsortialführer, Morgan Stanley Stabilisierungsagent; beide Banken erhielten je 100 Millionen Dollar aus dem Gebührenpool von 500 Millionen Dollar, geteilt unter mehr als 20 Institutionen.

Zudem werden J.P. Morgan, Citigroup und Barclays voraussichtlich bei dieser Transaktion wichtige Rollen übernehmen, da diese drei Banken Anthropic zuvor mit Fremdkapital finanziert haben.

Börsengang könnte bis Mitte Oktober verschoben werden

Anthropic hatte ursprünglich geplant, den IPO-Prospekt frühestens nächste Woche öffentlich einzureichen, aber der genaue Zeitpunkt ist noch nicht festgelegt.

Laut den neuesten Berichten von Reuters hat Anthropic die Einreichung des IPO-Prospekts auf Ende September verschoben; die Börsen-Roadshow startet frühestens Mitte Oktober, mit dem Ziel, den Börsengang vor den US-Halbzeitwahlen im November abzuschließen. Die Verzögerung hängt mit der laufenden Festlegung einer Kreditlinie über 15 Milliarden Dollar zusammen, deren Abschluss Voraussetzung für den weiteren Ablauf ist.

Dieser Börsengang folgt nur wenige Monate auf den Rekord-Deal von SpaceX im Juni, das mit einer Bewertung von 1,78 Billionen Dollar 86 Milliarden Dollar Kapital aufgenommen hat; der Markt verfolgt daher gespannt, ob der Enthusiasmus für hohe Bewertungen von AI-Assets weiter anhält.

Umsatzwachstum stark, aber unter den optimistischsten Erwartungen

Anthropics Bewertung hat sich im vergangenen Jahr rasant entwickelt und liegt aktuell bei über 900 Milliarden Dollar. Investoren erwarten eine Börsenbewertung über 2 Billionen Dollar, was eine Verdopplung gegenüber dem jetzigen Wert wäre.

Die Umsatzentwicklung des Unternehmens erfüllt jedoch nicht ganz die aggressivsten Markterwartungen. Anthropic teilte den Anteilseignern im August mit, dass der Umsatz im Juli auf eine annualisierte Größe von 65 Milliarden Dollar gestiegen sei (Mai: 47 Milliarden Dollar); trotzdem wurden die zuvor erwarteten 80 Milliarden Dollar Jahresumsatz noch nicht erreicht.

Gleichzeitig ist der Wettbewerbsdruck nicht zu unterschätzen. Anthropics größter Konkurrent OpenAI zeigt aktuell große Dynamik und hat diese Woche sein neues AI-Modell als "das intelligenteste Modell der Welt" präsentiert. Einige Marktteilnehmer warnen, dass die starke Performance von OpenAI die Bewertung von Anthropics Börsengang dämpfen könnte.

Nächster Wettstreit: OpenAI-IPO-Sitz bereits im Visier

Der Wettstreit um die Konsortialsitze bei Anthropics Börsengang ist nur das Vorspiel zu einer größeren Rivalität. Morgan Stanley und Goldman Sachs werden auch um die Konsortialführer-Rolle beim OpenAI-IPO konkurrieren – letzterer wird voraussichtlich Anfang nächsten Jahres an die Börse gehen.

Die Rolle des "lead left" bringt nicht nur hohe direkte Einnahmen, sondern ist auch eine strategische Position, um Kundenbeziehungen und Markt- Reputation im Bereich AI zu sichern.

Angesichts der bevorstehenden Welle von Börsengängen im AI-Sektor wird entscheidend sein, wer frühzeitig die führenden Unternehmen für sich gewinnen kann, um sich in diesem langwierigen Wettbewerb einen Vorteil zu sichern.

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