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HSBC und Deutsche Bank geben Warnungen heraus: Die widerstandsfähige „Teflon“-Marktstimmung könnte nicht anhalten, steuerliche und Schuldenrisiken für Unternehmen nehmen im Verborgenen zu

HSBC und Deutsche Bank geben Warnungen heraus: Die widerstandsfähige „Teflon“-Marktstimmung könnte nicht anhalten, steuerliche und Schuldenrisiken für Unternehmen nehmen im Verborgenen zu

智通财经智通财经2026/09/08 07:21
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Von:智通财经

Die globalen Märkte haben in den letzten Jahren wiederholt verschiedenen Schocks standgehalten, doch die HSBC ist der Ansicht, dass mehrere potenzielle Variablen diese Widerstandsfähigkeit letztendlich durchbrechen könnten.

Die APP von Zhihui Finance meldet, dass die globalen Märkte in den letzten Jahren mehrere Schocks überstanden haben, jedoch glaubt die HSBC, dass einige potenzielle Variablen letztlich diese Widerstandsfähigkeit brechen könnten.

Zu den wichtigsten Risiken zählen: höhere Unternehmenssteuern, ein Wiederanstieg der privaten Verschuldung sowie ein struktureller Wandel in der traditionellen Beziehung zwischen Aktien und Anleihen. Darüber hinaus könnte das Vertrauen der Märkte in die „Fed-Put“-Erwartungen – also die Annahme, dass die Zentralbanken notfalls eingreifen – die aktuelle Risikobereitschaft auf die Probe stellen, falls es erschüttert wird. HSBC warnte in einem am Montag veröffentlichten Bericht vor diesen Punkten.

HSBC erklärt, obwohl ein Verschwinden der „Zentralbank-Put-Option“ negative Folgen haben könnte, ist ein solches Szenario kurzfristig wenig vorstellbar, besonders auf dem US-Markt, wo Aktienmarkt, Vermögenseffekt und Finanzkonditionen stark miteinander verbunden sind.

Angesichts der dominanten Gewichtung der USA in den globalen Aktien- und Kreditmärkten sieht HSBC das größte Risiko genau dort. Sollte eine Anhebung der Unternehmenssteuer die Gewinnmargen schmälern, würde dies Druck auf die Aktienmärkte ausüben; fällt die Inflation auf oder unter das Zielniveau, könnte die negative Korrelation zwischen Aktien und Anleihen wiederhergestellt werden – also dass Anleihepreise steigen, wenn Aktien fallen.

Die Rückkehr dieser negativen Korrelation könnte Investoren dazu veranlassen, ihre Aktienallokation zu reduzieren und somit den Bewertungsdruck verstärken.

Ein erneuter Anstieg des privaten Leverage würde die Wirtschaft und den Markt anfälliger für externe Schocks machen, doch HSBC betont, dass die aktuelle Verschuldungsquote des privaten Sektors weiterhin auf einem niedrigsten Stand seit Jahrzehnten liegt.

HSBC hebt hervor, dass diese Risiken besonders beachtet werden sollten, weil die Märkte in den letzten Jahren eine außerordentlich starke „Immunität“ gegenüber negativen Nachrichten gezeigt haben – ob Inflationsschübe, zusätzliche Zölle, geopolitische Konflikte, Abwicklung von Carry-Trades oder Sorgen im Privatkredit – keines dieser Ereignisse konnte die Risikoanlagen nachhaltig erschüttern.

„Risikoanlagen scheinen jeden negativen Impuls zu ignorieren“, schreiben die Strategen von HSBC im Bericht.

Die Strategen beschreiben den Markt als „Antihaft-Pfanne“ und meinen, dass trotz zahlreicher potenzieller Negativfaktoren in den vergangenen fünf Jahren Risikoanlagen eine erstaunliche Widerstandsfähigkeit gezeigt haben.

Auch die Deutsche Bank stellt die Frage, wie lange diese Widerstandskraft anhalten kann. In einem am Montag veröffentlichten Bericht stellt die Bank fest, dass Risikoanlagen trotz steigender Realzinsen und zunehmendem Inflationsdruck dank überraschend starker globaler Wirtschaft weiterhin „robust“ bleiben.

Die Deutsche Bank erklärt: „Der aktuelle Marktequilibrium ist nicht nachhaltig… Risikoanlagen wie Aktien und Kredite zeigen angesichts der von den Zinsmärkten zunehmend eingepreisten stagflationären Schocks eine besorgniserregende Selbstzufriedenheit.“

Der Bericht stellt außerdem fest, dass trotz der stetig zunehmenden Inflationsbelastung die Zinsmärkte lediglich mit begrenzter Straffung durch die Zentralbanken rechnen; Aktien- und Kreditmärkte hingegen unterstellen, dass steigende Renditen das Wirtschaftswachstum nicht wesentlich beeinträchtigen werden.

Die treibenden Kräfte hinter der Marktresilienz

HSBC sieht einen der Schlüsselfaktoren in der starken Entwicklung der Unternehmensgewinne und wirtschaftlichen Fundamentaldaten, insbesondere in den USA, wo die Konsenserwartungen des Marktes die tatsächlichen Gewinnniveaus wiederholt unterschätzen. Zudem hat sich diese Widerstandsfähigkeit von Technologie und künstlicher Intelligenz auf andere Bereiche ausgeweitet. Auch die Unternehmenssteuersätze in den USA bleiben weiterhin nahe historischer Tiefstände.

Ein weiterer Faktor ist die Entwicklung der Beziehung zwischen Aktien und Anleihen. Da Staatsanleihen nicht mehr effektiv als Absicherung gegen Aktienrisiken dienen, haben Investoren ihre Anleiheallokation verringert und stattdessen Aktienpositionen aufgestockt sowie kurzfristige Hedging-Strategien angewandt, was die hohen Aktienbewertungen zum Teil gestützt hat.

Auch der starke Vermögenseffekt spielt eine Rolle. Das Vermögen der US-Haushalte liegt deutlich über dem Trend vor der Pandemie, wobei das Wachstum hauptsächlich bei Haushalten mit hohen Einkommen konzentriert ist. Die Bestände an Bargeld und cashähnlichen Anlagen sind ebenfalls weit höher als vor der Finanzkrise.

Gleichzeitig stehen den Zentralbanken zur Bewältigung von Marktstress mehr politische Instrumente zur Verfügung. HSBC weist darauf hin, dass die Fed fast 20 potenzielle Instrumente, Unterstützungsmaßnahmen und politische Rückendeckung besitzt, während die Europäische Zentralbank über mehr als zehn verfügt.

Darüber hinaus stärkt die geringere Energieintensität und die vergleichsweise niedrige Verschuldungsquote des privaten Sektors die Fähigkeit des Marktes, Schocks zu absorbieren. Der durch die Ukraine- und Nahostkonflikte ausgelöste Anstieg der Ölpreise hat für die entwickelten Volkswirtschaften weit weniger gravierende Auswirkungen als vergleichbare Ereignisse in den 1970er und 1980er Jahren.

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