Was ist am Freitag mit der Palantir-Aktie los?
Palantir Technologies Inc. (NASDAQ:PLTR) Aktien fielen am Freitag, da eine zunehmende Prüfung der Unternehmensführung und ein aufsehenerregender Rechtsstreit mit dem KI-Startup Percepta die Stimmung belasteten – obwohl ein neu abgeschlossenes Beschaffungsrahmenwerk des US-Heimatschutzministeriums die wachsenden Verbindungen des Unternehmens zu bundesstaatlichen Einwanderungs- und Grenzschutzprogrammen unterstrich.
Michael Burry schlägt Alarm bei Palantir
Investor Michael Burry hat Palantir kritisiert, nachdem die Einreichung für 2025 ergab, dass das Unternehmen CEO Alex Karp 17,2 Millionen US-Dollar für die Nutzung seines privat besessenen Jets erstattete – ein Anstieg um 123 % gegenüber 2024.
Analysten stuften die Ausgaben im Vergleich zu Branchenkollegen wie Meta Platforms Inc. (NASDAQ:META) CEO Mark Zuckerberg und Palo Alto Networks Inc. (NASDAQ:PANW) CEO Nikesh Arora als ungewöhnlich hoch ein und äußerten Bedenken hinsichtlich der Unternehmensführung.
Burry hat zudem einen technischen Abwärtstrend für PLTR prognostiziert, indem er auf ein Kopf-Schulter-Umkehrmuster verwies und einen möglichen Rückgang in den Bereich von 50 bis 60 US-Dollar voraussagte, was einen potenziellen Rückgang von über 50 % gegenüber den aktuellen Niveaus bedeuten würde.
Palantir vs. Percepta
Berichten zufolge erklärte ein Richter, dass drei ehemalige Palantir-Mitarbeiter möglicherweise Datenschutz- und Abwerbevereinbarungen verletzt haben, als sie ihr eigenes KI-Startup Percepta gründeten. Das Gericht weigerte sich jedoch, ihre Arbeit im Unternehmen zu untersagen.
Palantir hatte den Percepta-Mitgründer und CEO Hirsh Jain im vergangenen Jahr verklagt, weil er nach seinem Ausscheiden im August 2024 eine Kampagne zur Abwerbung zahlreicher Palantir-Mitarbeiter gestartet hatte.
Palantir nannte außerdem zwei weitere Namen: Radha Jain und Joanna Cohen, die laut Berichten vertrauliche Dokumente entwendet haben sollen.
Bezirksrichter J. Paul Oetken erließ am Mittwoch eine einseitige Anordnung. Palantir hatte beantragt, diesen Personen die Arbeit bei Percepta zu untersagen, doch Oetken wies den Antrag auf eine einstweilige Verfügung zurück.
Regierungsdeal im Fokus
Inmitten des teilweisen juristischen Erfolgs wurde bei Palantir ein bedeutendes US-Regierungsbeschaffungsabkommen bekannt. Der Deal erweitert die Präsenz des Softwareherstellers in bundesstaatlichen Einwanderungs- und Grenzschutzprogrammen.
Das Department of Homeland Security hat kürzlich ein übergreifendes Beschaffungsrahmenwerk abgeschlossen, das Behörden den Kauf von Palantir-Produkten erleichtert.
Die Vereinbarung umfasst Software-Lizenzen, Implementierungs- und Unterstützungsdienste und vereinfacht laut Berichten die Beschaffungsregeln im gesamten Ministerium.
Laut Daten hat die PLTR-Aktie im vergangenen Jahr über 24 % zugelegt. Investoren können über den GraniteShares 2x Long PLTR Daily ETF (NASDAQ:PTIR) Zugang zur Aktie erhalten.
PLTR Kursentwicklung: Die Aktien von Palantir Technologies lagen laut Benzinga Pro-Daten zum Zeitpunkt der Veröffentlichung am Freitag 1,48 % im Minus bei 132,88 US-Dollar.
Foto von Michael Vi via Shutterstock
Haftungsausschluss: Der Inhalt dieses Artikels gibt ausschließlich die Meinung des Autors wieder und repräsentiert nicht die Plattform in irgendeiner Form. Dieser Artikel ist nicht dazu gedacht, als Referenz für Investitionsentscheidungen zu dienen.
Das könnte Ihnen auch gefallen
Sobald die Federal Reserve einen Zinserhöhungszyklus beginnt, ist „dreimal in Folge erhöhen“ eine vernünftige Erwartung?
BMO erwartet, dass im Oktober und Dezember aufeinanderfolgende Zinserhöhungen erfolgen und insgesamt drei Erhöhungen die gesamten Zinssenkungen des Jahres 2025 zunichtemachen könnten; die Vanguard Group hält „dreimal in Folge erhöhen“ für einen vernünftigen Ausgangspunkt, aber die tatsächliche Anzahl könnte bis zu sechs betragen. Es gibt historische Ausnahmen: 1997 hat die Fed nur einmal erhöht und in den folgenden 18 Monaten nicht mehr gehandelt. Gleichzeitig stellen die Billionen-schwere Schuldenfinanzierung der KI-Giganten, die private Kreditexponierung der Versicherungsbranche und die zehnjährige US-Staatsanleihenrendite nahe 5 % die gefährlichsten Druckpunkte dieses Zinserhöhungszyklus dar.
Auch Goldman Sachs "ändert ihre Meinung": Die Fed wird nächste Woche die Zinsen anheben!
Goldman Sachs hat seine Prognose von einer unveränderten Geldpolitik auf die Erwartung einer Zinserhöhung um 25 Basispunkte in der nächsten Woche geändert und betont, dass diese Kehrtwende nicht auf besonders schlechte Inflationsdaten zurückzuführen ist – der CPI im August war zwar nicht perfekt, aber auch nicht alarmierend. Der wahre Schlüssel liegt darin, dass die markanten Äußerungen von Waller die Erwartungen der Märkte gelenkt haben: „Wenn die Inflationsdaten nicht perfekt sind, wird die Federal Reserve die Zinsen anheben.“ Sollte die Federal Reserve in diesem Moment zurückweichen, würde ihre Glaubwürdigkeit erheblich Schaden nehmen und die langfristigen Zinssätze könnten unmittelbar heftig reagieren.

Der S&P 500 stößt bei 8.000 Punkten auf Widerstand! US-Aktienbullen suchen verzweifelt nach dem "geheimen Katalysator"
Während sich der Markt auf eine geschäftige Phase vorbereitet, taucht erneut die Frage auf, welche Bedingungen erforderlich sind, um den S&P 500 Index über die 8.000-Punkte-Marke zu treiben.

