Analyse: Die anhaltende Verflachung der US-Staatsanleiherenditekurve sendet restriktive Signale, der kurzfristige Erholungsraum von Bitcoin könnte eingeschränkt werden
Odaily berichtet, dass der Anleihemarkt aktuell restriktivere Zinssignale sendet, was einen anhaltenden Druck auf Risikoanlagen wie Bitcoin ausüben könnte. Der Renditeunterschied zwischen zweijährigen und zehnjährigen US-Staatsanleihen ist derzeit auf etwa 28 Basispunkte geschrumpft und erreicht damit den niedrigsten Stand seit April 2025. Dies zeigt eine deutliche Abflachung der Zinskurve. Diese Entwicklung wird in der Regel als Zeichen für eine straffere Geldpolitik oder eine verstärkte Markterwartung an „langfristig hohe Zinsen“ gewertet.
Skanda Amarnath, Geschäftsführender Direktor des politiknahen Forschungsinstituts EmployAmerica, betont, dass diese Abflachung einer der klarsten Marktsignale für eine restriktivere Haltung der Federal Reserve sei. In einem restriktiveren Zinsumfeld erwartet der Markt, dass die Zinsen über einen längeren Zeitraum hoch bleiben, was die Attraktivität von festverzinslichen Anlagen erhöht und die Nachfrage nach ertragslosen Anlagen wie Bitcoin verringert.
Neben der Differenz zwischen zehnjährigen und zweijährigen Anleihen ist auch der Renditeunterschied zwischen 30-jährigen und 5-jährigen US-Staatsanleihen auf den niedrigsten Stand seit April letzten Jahres gefallen, was die Verflachung der Renditekurve weiter verstärkt.
Marktteilnehmer sehen hierin eine deutliche Umkehrung der Situation zu Jahresbeginn, als die Kurve steiler wurde und auf Zinssenkungen spekuliert wurde. In den jüngsten geldpolitischen Signalen hat die Federal Reserve den Leitzins unverändert belassen, doch das Dot Plot-Diagramm weist auf einen im Vergleich zu früheren Prognosen deutlicheren Anstieg der künftigen Zinsentwicklung hin. Die mittlere Zinserwartung wurde insgesamt nach oben angepasst und verstärkt die Annahme „länger anhaltend hoher Zinsen“.
Analysen zufolge könnte es bei anhaltend hohem Zinsumfeld kurzfristig schwierig werden, dass Risikoanlagen wie Bitcoin eine starke Aufwärtsbewegung verzeichnen. Der Markt könnte in eine Phase volatiler Seitwärtsbewegung übergehen, die sich mit bestimmten durch Halvings geprägten Zeitfenstern für erwartete Markt-Tiefs überschneidet. (CoinDesk)
Haftungsausschluss: Der Inhalt dieses Artikels gibt ausschließlich die Meinung des Autors wieder und repräsentiert nicht die Plattform in irgendeiner Form. Dieser Artikel ist nicht dazu gedacht, als Referenz für Investitionsentscheidungen zu dienen.
Das könnte Ihnen auch gefallen
Meta (META.US): Erstes Junk-Bond-Angebot eines zugehörigen Rechenzentrums erhält mehr als das Vierfache an Überzeichnungen – Starke Nachfrage führt zu Premium-Emission
Die erste Hochzinsanleihe, die von Meta Platforms' Rechenzentrum emittiert wurde, stieß auf eine Nachfrage, die das Emissionsvolumen um das Vierfache überstieg, wobei die attraktiven Renditen ebenfalls Investoren anzogen.
Die Anpassungen der US-Aktienindizes treten nächsten Montag in Kraft: Bloom Energy (BE.US) und Everpure (P.US) werden in den S&P 500 aufgenommen, es gibt ebenfalls Änderungen bei den Small- und Mid-Cap-Aktien.
Bloom Energy, Illumina und Everpure werden in den S&P 500 Index aufgenommen, außerdem werden mehrere weitere Unternehmen in den S&P 100, den S&P MidCap 400 und den S&P SmallCap 600 Index aufgenommen.
Wiederholt die Federal Reserve Zinserhöhungen wie 2022? Bank of America warnt: Zinsen könnten wieder über 5% steigen, empfiehlt Short-Positionen auf zweijährige US-Staatsanleihen.
Die Bank of America warnt: Unter der Führung von Waller könnte die Federal Reserve die Zinsen über 5% anheben und damit eine Wiederholung von 2022 herbeiführen.
