Die Fed sendet gemäßigte Signale, Zinserhöhungserwartungen kühlen deutlich ab, Edelmetall-Sektor erlebt eine Erholungsrally.
Nach aktuellen Meldungen nahm der Vorsitzende der US-Notenbank, Powell, am Mittwoch vor Ort am jährlichen Zentralbankforum der Europäischen Zentralbank in Sintra, Portugal, teil und äußerte eine zentrale Stellungnahme: Die Inflationserwartungen in den USA sowie die Risiken eines Inflationsanstiegs seien in den vergangenen vier Wochen zurückgegangen. In Kombination mit zuvor veröffentlichten schwächeren Beschäftigungsdaten aus den USA schmälern mehrere Signale zusammen die Markterwartung an weitere Zinserhöhungen durch die Federal Reserve noch in diesem Jahr.
Nach dieser insgesamt eher moderaten Rede schwächten sich sowohl die Rendite von US-Staatsanleihen als auch der US-Dollar-Index ab, während das zinslose Asset Gold einen deutlichen Aufschwung verzeichnete. Im Übernachthandel stieg der Spotpreis für Gold zeitweise auf die Marke von 4100 US-Dollar, und am frühen Morgen des 2. Juli behauptete sich der Goldpreis im asiatischen Handel über 4050 US-Dollar, mit einem täglichen Zuwachs von nahezu 1 %.
Branchenanalysten betonen, dass die Märkte Zinserhöhungserwartungen der Fed bereits vollständig eingepreist hatten, während die Variablen Inflationsrückgang und schwache Beschäftigung die Notwendigkeit weiterer Zinserhöhungen in diesem Jahr deutlich reduzieren. Damit wird der Druck hoher Zinsen auf Edelmetalle schrittweise nachlassen. Mittel- bis langfristig bieten die globalen geopolitischen Risiken, fortgesetzte Goldkäufe der Notenbanken sowie die Entdollarisierungstendenz eine solide Unterstützung für den Goldpreis, sodass das Preisniveau weiter steigen dürfte und Investitionen im Edelmetallsektor zulegen.
Goldman Sachs stellte in einem früheren Bericht fest: „Der Goldbullenmarkt ist nicht beendet.“ Das Institut erklärte: „Wir sehen weiteres Potenzial für steigende Goldpreise – dies wird sowohl durch strukturelle als auch zyklische Faktoren unterstützt. Strukturell ist die fortlaufende Diversifizierung der Devisenreserven in den Zentralbanken der Schwellenländer der zentrale Grund, warum wir für Ende 2026 einen Goldpreis von 4900 US-Dollar pro Unze prognostizieren.“
Redakteur: Zhu Henan
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