US-Aktienausblick | Alle drei großen Aktienindex-Futures steigen, Ölpreise fallen, Fed-Zinsentscheidung heute Abend steht bevor
Am Mittwoch, dem 16. September, stiegen die Futures der drei wichtigsten US-Aktienindizes vor Börsenbeginn.
Vorbörsliche Marktbewegungen
1. Am Mittwoch, dem 16. September, steigen im vorbörslichen Handel die Futures der drei großen US-Aktienindizes. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung steigen die Dow-Futures um 0,26 %, die S&P 500-Futures um 0,25 % und die Nasdaq-Futures um 0,51 %.

2. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung steigen der deutsche DAX-Index um 0,24 %, der britische FTSE 100 um 0,60 %, der französische CAC40 um 0,53 % und der Euro Stoxx 50 um 0,55 %.

3. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung fällt WTI-Rohöl um 2,38 % auf 103,31 US-Dollar pro Barrel. Brent-Rohöl fällt um 1,49 % auf 107,13 US-Dollar pro Barrel.

Marktnachrichten
Fed-Zinsentscheidung steht bevor! Um 2 Uhr morgens Pekinger Zeit am Donnerstag wird die Federal Reserve ihre Zinsentscheidung und aktuelle Wirtschaftsprognosen bekannt geben. Eine halbe Stunde später hält der Fed-Vorsitzende Walsh eine Pressekonferenz ab. Noch vor einem Monat schätzte der Markt die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung auf nur 33,1 %, jetzt liegt diese Zahl bei nahezu 95 %, die Marktbewertung für einen Zinsschritt ist fast eindeutig. Sollte die Fed wie erwartet die Zinsen erhöhen, wäre dies die erste Zinserhöhung der Fed seit über drei Jahren. Doch das eigentliche Augenmerk des Marktes liegt nicht auf den 25 Basispunkten, sondern auf drei Signalen. Wie beurteilt die Fed den Ölpreisschock – als kurzfristige Störung oder als Einfluss auf Löhne, Dienstleistungspreise und langfristige Inflationserwartungen? Ist dies eine Anpassung oder der Beginn eines neuen Zinserhöhungszyklus? Inwieweit ist Walsh bereit, für die Senkung der Inflation wirtschaftlichen und marktseitigen Druck in Kauf zu nehmen?
White House übt Druck aus, kann aber hawkischen Kurs nicht stoppen! Fed-Zinserhöhung steht bevor, Beziehung zwischen Walsh und Trump vor großer Bewährungsprobe. Der Markt erwartet, dass die Fed am Mittwoch die Zinsen erhöht – die erste Zinserhöhung seit 2023 –, weil die Zuversicht der Entscheidungsträger abnimmt, dass die Inflation ohne aktives Eingreifen der Zentralbank ausreichend gesenkt werden kann. Dies könnte die Beziehung zwischen Fed-Chef Walsh und US-Präsident Trump belasten. Ein Zinsschritt könnte neue Kritik aus dem White House nach sich ziehen. Am vergangenen Sonntag wiederholte Trump seine These, dass die USA die niedrigsten Kreditkosten weltweit besitzen sollte. Seit Trump Walsh zum Nachfolger von Powell als Fed-Vorsitzenden ernannt hat, hat der Präsident seine Angriffe auf die Fed deutlich zurückgefahren. Er deutete sogar an, dass Walsh von anderen Fed-Offiziellen zu Zinserhöhungen gedrängt würde und warf diesen "stark politisierte" Handlungen vor. Doch Walsh machte Ende August in einer Rede klar, dass der Preisdruck nicht wesentlich abgenommen habe; wenn die Fed keine neuen Garantien und Bestätigungen erhält, dass die Inflation in Richtung des 2%-Ziels der Zentralbank unterwegs ist, "gibt es für die Fed noch Arbeit zu tun".
Tauben wenden sich ab – Nomura: Zwei Gründe treiben die Fed zu zwei Zinserhöhungen in diesem Jahr. Nomura, das traditionell eine dove Position in der Wall-Street-Fraktion eingenommen hat, hat ungewöhnlich seine bisher abwartende Prognose zurückgenommen und sich voll in die hawkische Richtung gewandt. Die neueste Analyse des Instituts besagt, dass die Fed im September und Dezember jeweils die Zinsen um 25 Basispunkte anheben wird, was bedeutet, dass die aktuelle Straffungsphase der USA noch länger andauert. Das drastische Umdenken von Nomura beruht im Wesentlichen auf zwei starken Faktoren: Erstens zeigen sich Rückschläge im Anti-Inflationskampf der USA, und zweitens zeigen die führenden Fed-Offiziellen eine deutlich restriktivere Kommunikationsstrategie. Aus Sicht von Nomura zwingt das stockende Inflationsniveau die Fed zur Wiederaufnahme der Straffung. Zudem setzt die harte Haltung von Walsh einen spürbaren Kurswechsel zur zuvor im Markt erwarteten “langen Zinspause” und bricht das Gleichgewicht des bisherigen Status quo.
Du solltest nie gegen den Gewinnzyklus wetten! Steigt der US-Aktienmarkt dieses Jahr über 8.000 Punkte? Jefferies prognostiziert, dass der S&P 500 Index bis Ende dieses Jahres durch den doppelten Antrieb von KI-Investitionswelle und über den Erwartungen liegendem Unternehmensgewinn auf 8.000 Punkte steigen wird und bis 2027 sogar 9.000 Punkte erreichen könnte. Der Bericht betont, dass trotz Gegenwind durch steigende US-Staatsanleiherenditen, zähe Inflation und Midterm-Elections, die Unternehmensfundamentaldaten weiterhin entscheidend für die Renditen sind. Jefferies’ zentrale Logik ist klar und kraftvoll: In einem Zyklus, in dem Gewinnwachstum mehr als doppelt so hoch wie der historische Durchschnitt ist, ist es gefährlich, gegen den Fakt Gewinntrend zu wetten. Zudem sieht Jefferies die durch KI getriebene Gewinnexpansion von den “Magnificent Seven” auf ein breiteres Marktfeld übergreifen, was die Basis verbreitert. Anleger sollten den Fokus auf Sektoren mit starken Gewinnrevisionen und makroökonomischer Unterstützung setzen – etwa Technologie, Finanzen, Gesundheitswesen und Rohstoffe – und den Superzyklus nutzen, auch wenn Bewertungsängste bestehen. Allerdings betont Jefferies im Bericht zwei Kernrisiken: Erstens das substanziell verlangsamte Gewinnwachstum der KI-Unternehmen, was die Grundlage der Bullenmarktlogik erschützen würde; zweitens der stetige Anstieg der 10-jährigen US-Staatsanleiherenditen, die den Aktienmarkt systematisch über Bewertungsdruck beeinflussen.
„KI-Verlangsamung trifft auf 5% globale Verankerung der Preisbildung“ – Tech-Risiken steigen schlagartig! Wells Fargo zeichnet US-Aktienmarkt neu und senkt S&P 500-Ziel. Ohsung Kwon, Chefaktienstratege von Wells Fargo, hat das S&P 500-Ziel für das Jahresende von 7.950 Punkten auf 7.700 Punkte gesenkt und das Rating für den Technologiesektor von „Übergewichtung“ auf „neutral“ zurückgestuft. Grund dafür ist, dass die bevorstehenden Midterm-Elections ein zunehmendes Risiko darstellen, da insbesondere Widerstand gegen den Ausbau von Datenzentren wächst. Der Stratege äußert zunehmend Sorge, dass jahrelange Expansionsgewinne die Markterwartungen in historische Höhen getrieben haben und dass KI-Investitionen, US-Bundesstaatliche Politik für Datenzentren und Unsicherheiten in der Fiskal- und Geldpolitik weiter zunehmen. Besonders auffällig ist, dass sich Kwon hinsichtlich der Gewinne für 2027 nicht sehr besorgt zeigt, aber die Gefahr sieht, dass eine Verlangsamung der Investitionen in KI-Datenzentren die Gewinne 2028 belasten könnte. Diese Anpassung bedeutet somit eine Neubewertung des langfristigen Wachstums und der Bewertungen des US-Aktienmarktes.
Einzelaktien-News
US-Aktien aus dem Photonikbereich steigen vorbörslich. Am Mittwoch steigen vorbörslich bis zur Veröffentlichung Nokia (NOK.US) um über 6 %, Coherent (COHR.US) und Lumentum (LITE.US) um über 3 %, Corning (GLW.US), Marvell Technology (MRVL.US), Credo Technology (CRDO.US) und Astera Labs (ALAB.US) um fast 2 %.
SK Hynix (SKHY.US) plant erstmals Speicherchips in den USA zu fertigen, Intel (INTC.US) Ohio-Fabrik soll gemietet oder ein Joint Venture gegründet werden. Südkorea's SK Hynix verhandelt mit Intel über einen Deal, der bei Erfolg erstmals Speicherchips auf US-Boden produziert. Eine Option wäre, dass SK Hynix Teile der langfristig von Intel in Ohio geplanten Fab mietet; eine andere Option besteht darin, zusammen mit Intel und wichtigen Cloudkunden, die Speicherchips sichern wollen, ein Joint Venture zu gründen. Quellen zufolge könnte jedoch potenzieller Widerstand aus Südkorea ein erhebliches Hindernis darstellen. Ein Informant betonte, dass die Gespräche noch in einer explorativen Phase seien und keine Entscheidungen gefallen seien; SK Hynix erwägt zudem andere Strukturen. SK Hynix erklärte in einer Stellungnahme, man prüfe „verschiedene Maßnahmen, darunter den Aufbau weiterer Produktionsstandorte zur Stärkung der Wettbewerbskraft im Speicherbereich“, aber „es wurden bisher keine Entscheidungen getroffen“.
Meta (META.US) investiert mehr in eigene KI-Chips – In der ersten Jahreshälfte 2027 sollen sie in Datenzentren eingesetzt werden, um Kosten und Energieverbrauch bei KI-Inferenz zu reduzieren. Meta plant, in der ersten Hälfte von 2027 neue Generationen eigener KI-Chips in ihren Datenzentren zu installieren, um Energieverbrauch und Kosten bei der Ausführung von KI-Modellen durch maßgeschneiderte Chips zu senken. Gleichzeitig hat das Unternehmen bereits einen Markteinsatz von mehr als 1 Gigawatt für diese Chips zugesagt und betont, dass sich die Installationsgeschwindigkeit weiter erhöhen wird, falls die KI-Nachfrage robust bleibt. Yee Jiun Song, Vice President Engineering bei Meta, sagte, der dritte eigenentwickelte KI-Prozessor MTIA 450 sei derzeit in der Testphase, der Codename lautet „Arke“. Er befindet sich aktuell in den Tests. Am 1. September lieferte TSMC die ersten 12 Arke-Chips an Meta, deren reale Performance weicht nur um 2 % bis 3 % von den simulierten Ergebnissen ab.
Starbucks (SBUX.US) prüft Verkauf von Mehrheit am Japan-Geschäft, Bewertung könnte 3 Milliarden US-Dollar erreichen. Zwei mit der Angelegenheit vertraute Personen berichten, dass Starbucks erwägt, die Mehrheit seines Japan-Geschäfts zu verkaufen – die größte Auslandsmarktfiliale des Konzerns könnte dabei mit etwa 3 Milliarden US-Dollar bewertet werden. Laut Insidern hat Starbucks mehrere Finanzberater zu verschiedenen Optionen konsultiert und ist bereit, eine Mehrheitsbeteiligung zu verkaufen. Der endgültige Anteil steht noch nicht fest und die Bewertung wird von den Verhandlungen abhängen. Der potenzielle Verkauf findet in einer Phase statt, in der Starbucks unter der Führung von Nicole sein globales Geschäft neu ausrichtet: Filialschließungen und Stellenkürzungen in Nordamerika sollen die Rentabilität steigern. Die Insidern erwarten, dass der Verkaufsprozess großes Interesse von internationalen und lokalen Private-Equity-Investoren weckt. Einer ergänzt, dass der Verkauf offiziell im vierten Quartal starten könnte.
Wall Street-Giganten erleben polarisiertes Geschäft: JPMorgan (JPM.US) erwartet Umsatzsprung im Q3, Bank of America (BAC.US) warnt vor Verlangsamung. JPMorgan Co-President Doug Petno sagte am Dienstag, dass der Umsatz im dritten Quartal im mittleren bis oberen Bereich des zweistelligen Prozentbereichs steigen werde. Zudem sollen die Investmentbank-Gebühren im ähnlichen Rahmen wachsen. Einen Tag zuvor hatte Bank of America-CEO Brian Moynihan auf derselben Konferenz gesagt, das dritte Quartal werde im Vergleich zu 2025 „weitgehend unverändert“ verlaufen. Moynihan erklärte, dass die Finanzierungsgeschäfte zurückgingen, unter anderem durch ein verlangsamtes Fondsvolumen bei asiatischen Prime-Brokern.
Wichtige Wirtschaftsdaten und Veranstaltungshinweise
20:30 Uhr Pekinger Zeit: US-Einzelhandelsumsatz für August (monatlich)
02:00 Uhr Pekinger Zeit am Folgetag: Fed veröffentlicht Zinsentscheidung
02:30 Uhr Pekinger Zeit am Folgetag: Fed-Vorsitzender hält Pressekonferenz zur Geldpolitik
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