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Warum ein führender Ökonom sagt, dass der Kampf der Fed gegen die Inflation mit Zinserhöhungen nicht gewonnen werden kann

Warum ein führender Ökonom sagt, dass der Kampf der Fed gegen die Inflation mit Zinserhöhungen nicht gewonnen werden kann

BeInCryptoBeInCrypto2026/08/08 13:47
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Wells Fargo-Chefökonom Tom Porcelli widerspricht den Marktprognosen auf eine Zinserhöhung durch die Federal Reserve (Fed) und erklärt, er erwarte, dass die Zentralbank die Zinsen bis 2026 unverändert lässt. Seine Einschätzung steht im Gegensatz zum zunehmend restriktiven Kurs an der Wall Street, wo mehrere große Banken inzwischen höhere Zinsen prognostizieren. Auch die Erwartungen der Händler für Zinserhöhungen sind seit Anfang des Sommers deutlich gestiegen.Wall-Street-Ökonom widerspricht dem Markt bei steigenden Fed-ZinserwartungenDie Fed hat ihren Leitzins das gesamte Jahr über bei 3,50 % bis 3,75 % gehalten. Dennoch sind die Erwartungen für eine straffere Geldpolitik gestiegen. Auf Polymarket liegen die Chancen für eine Zinserhöhung im Jahr 2026 bei etwa 55 %. Ende Juli erreichten sie mit rund 78 % ihren Höhepunkt, bevor sie in diesem Monat wieder nachließen.Auch die CME FedWatch-Daten zeichnen ein ähnliches Bild. Ein Zinsstopp ist beim Treffen am 16. September mit 55,6 % wahrscheinlich. Allerdings steigen die Chancen für eine Erhöhung im Oktober auf 59,2 % und bis Dezember auf 77,1 %.Fed-Zinserhöhungserwartungen im September. Quelle: CME FedWatchAuch die Wall Street ist restriktiver geworden. Bank of America (BofA) rechnet mit drei Zinserhöhungen in Höhe von insgesamt 75 Basispunkten. Darüber hinaus hat Pacific Investment Management Company (PIMCO) davor gewarnt, dass Zinssenkungen kontraproduktiv wären. Jeffrey Schmid von der Kansas City Fed hat sich ebenfalls für höhere Zinsen ausgesprochen. Drei Entscheidungsträger stimmten beim Treffen im Juli für eine Anhebung.Das Angebotsschock-ArgumentPorcelli widerspricht der Argumentation für eine Zinserhöhung. In einem Interview mit CNBC sagte er, dass die aktuelle Inflation auf Zölle und Energie zurückzuführen sei – beides Angebotsschocks, die von der Fed nicht beeinflusst werden können. Eine Zinserhöhung würde zwar das Wachstum bremsen, aber diese Preise nicht senken, argumentierte er.Seiner Ansicht nach ist eine Zinserhöhung kein kostenloses Unterfangen. Er verwies auf abkühlende Kerndaten. Die Kerninflation des Verbraucherpreisindex (CPI) liegt bei etwa 2,5 % und auf Drei-Monats-Basis annualisiert bei rund 2,2 %. Dieses Tempo liegt nahe am 2 %-Ziel der Fed.Porcelli wies zudem darauf hin, dass sich die Kerninflation im CPI und bei den Personal Consumption Expenditures (PCE) auseinanderentwickelt habe. Was die Divergenz zwischen CPI und PCE betrifft, so liege dies an den unterschiedlichen Gewichtungen, sagte er.Die Entscheidung des Federal Open Market Committee (FOMC) am 16. September steht nun als nächster großer Test bevor. Dann wird sich zeigen, ob Porcellis konträre Einschätzung oder der restriktive Trend der Märkte richtig liegt.
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