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Optionshändler setzen darauf, dass Bitcoin 80.000 $ zurückerobert, während Inflationsdaten und trotz des Iran-Konflikts die Kryptomärkte stabilisieren

Optionshändler setzen darauf, dass Bitcoin 80.000 $ zurückerobert, während Inflationsdaten und trotz des Iran-Konflikts die Kryptomärkte stabilisieren

The BlockThe Block2026/03/11 15:39
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Von:The Block

Bitcoin verharrte am Mittwoch nahe bei $70.000, während die Kryptomärkte nach Tagen kriegsbedingter Volatilität wieder einen festeren Stand fanden. Optionshändler positionieren sich zunehmend für eine Erholung in Richtung $80.000, auch wenn makroökonomische Risiken weiterhin bestehen.

Die Stimmung verbesserte sich, nachdem die US-Verbraucherpreise für Februar exakt den Erwartungen entsprachen. Laut dem Bericht des US Bureau of Labor Statistics vom Mittwoch blieb der Headline-CPI im Jahresvergleich bei 2,4%, während der Kern-CPI im Monatsvergleich um 0,2% stieg – ein Wert, der normalerweise von risikobehafteten Märkten begrüßt wird.

Mehrere Analysten sagten jedoch, dass Händler den Bericht vermutlich mit Vorsicht behandeln, da er die Preisbedingungen vor dem jüngsten Ölpreisanstieg im Zusammenhang mit dem Konflikt zwischen Iran, Israel und den USA abbildet.

Die Daten könnten die Federal Reserve vor ihrem Treffen am 18. März in eine unangenehme Lage bringen: Auf dem Papier hat sich die Inflation abgekühlt, der Arbeitsmarkt hat sich abgeschwächt, jedoch bleiben die Energiemärkte volatil genug, um einen erneuten Inflationsschub in den kommenden Daten zu riskieren.

Resilienz von Bitcoin

Vor diesem Hintergrund hat bitcoin einen weiteren größeren Zusammenbruch vermieden.

Analysten von QCP Capital sagten, dass der Vermögenswert sich durch den jüngsten geopolitischen Schock relativ stabil gehalten habe und nach einem kurzzeitigen Unterschreiten von $63.000 während der anfänglichen Panikverkäufe wieder nahe $70.000 gehandelt wurde. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung wechselte bitcoin bei etwa $70.200 den Besitzer.

Aus ihrer Sicht deutet die jüngste Kursentwicklung eher auf eine Stabilisierung als auf einen klaren Neustart von Risikoanlagen hin, jedoch akkumulieren langfristige Halter weiterhin im Bereich von $60.000 bis $70.000.

Auch Optionsdaten zeigen, dass Händler weniger defensiv werden. Nick Forster, Gründer der On-Chain-Optionsplattform Derive.xyz, sagte, dass der Bitcoin-Skew sich von stark negativen auf positive Werte deutlich erholt habe, was darauf hinweist, dass der Markt sich von aggressiver Absicherung gegen Kursrückgänge entfernt hat. Zudem sei der Verkauf von Puts über verschiedene Optionsplattformen angestiegen – ein Muster, das oft auf Erwartungen von stabilen oder festeren Preisen hindeutet.

Der Wechsel in der Optionspositionierung hat sich auch in wachsenden Wetten auf einen Kursanstieg in den kommenden Monaten niedergeschlagen.

Laut Derive impliziert die aktuelle Optionspreisbildung etwa eine 35%ige Wahrscheinlichkeit, dass bitcoin bis Ende Juni über $80.000 steigt. Forster sagte, dass nach Monaten massiver Verkäufe und schwacher Stimmung die Händler nun darauf wetten, dass das Schlimmste der Krypto-Korrektur möglicherweise bereits vorbei ist.

Uneinheitliche Überzeugung

Trotzdem ist die Überzeugung kaum einseitig. Derive verzeichnete zudem einen Rekordhandel mit On-Chain-Bitcoin-Optionen im Wert von über $130 Millionen, der darauf abzielt, von einem möglichen Rückgang von bitcoin in Richtung etwa $65.000 bis Ende März zu profitieren. Diese Positionierung deutet darauf hin, dass Institutionen ihre Aktivität On-Chain ausweiten, aber immer noch makroökonomische Unsicherheiten managen, anstatt blind auf steigende Kurse zu setzen.

Weitere Analysten äußerten sich ebenfalls vorsichtig. Stephen Coltman, Leiter für Makroökonomie bei 21Shares, sagte, dass der CPI-Wert die Erwartungen erfüllte, warnte jedoch, dass ein Anstieg der Inflationsdaten im kommenden Monat bereits „im Kuchen enthalten“ sei – aufgrund des Krieges und des Energieschocks. Entscheidend sei nun, wie die Fed reagieren wird, wenn erhöhte Inflationswerte in den kommenden Monaten eintreffen.

Makroökonomische Sensitivität ist mittlerweile ein prägendes Merkmal des aktuellen Handelsmusters von bitcoin. QCP merkte an, dass bitcoin sich weniger wie ein reines High-Beta-Risikoasset verhält und mehr wie ein liquiditätssensitives makroökonomisches Instrument.

Kyle Rodda, Senior Analyst bei Capital.com, ergänzte, dass der breitere Markt weiterhin den Schlagzeilenrisiken im Energiesektor ausgeliefert sei, während Michael Brown von Pepperstone sagte, dass nahezu jeder große Vermögenswert noch immer tickgleich mit Rohöl gehandelt wird.

Der Hintergrund erklärt, warum bitcoin laut Rania Gule, Senior Market Analyst bei XS.com, widerstandsfähig bleibt, ohne vollständig auszubrechen. Sie sagte, dass die Fähigkeit des Vermögenswerts, nahe $70.000 zu bleiben, während Aktien und Gold unter Druck geraten, auf eine allmähliche Veränderung der Anlegerwahrnehmung hindeutet; bitcoin agiert zunehmend als hybrides Asset und nicht mehr nur als weiteres Tech-Proxy. Rania merkte jedoch an, dass der Markt sich weiterhin in einer Übergangsphase und nicht in einem neuen, gefestigten Regime befindet.

Das Ergebnis ist ein Markt, der im Vergleich vor einer Woche ruhiger wirkt, aber noch nicht vollständig komfortabel ist. Bitcoin könnte sich stabilisieren und Optionshändler erwärmen sich wieder für $80.000 – dennoch führt der Weg von hier weiterhin über Öl, Inflation und das Fed-Treffen nächste Woche.


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