Südkorea hat im ersten Halbjahr ausländische Direktinvestitionszusagen in Höhe von 13 Milliarden US-Dollar angezogen, was einem Anstieg von 9,1 % gegenüber dem Vorjahr entspricht.
Quelle: Globaler Marktreport
Laut den am Freitag von der südkoreanischen Regierung veröffentlichten Daten ist das zugesagte Volumen der ausländischen Direktinvestitionen (FDI) in der ersten Hälfte des Jahres 2026 im Vergleich zum Vorjahr um 9,1 % gestiegen. Grund hierfür ist das gestiegene Vertrauen der Welt in die Spitzentechnologiebranchen Südkoreas.
Nach Angaben des südkoreanischen Ministeriums für Handel, Industrie und Energie belief sich der Gesamtwert der zugesagten FDI von Januar bis Juni dieses Jahres auf 14,28 Milliarden US-Dollar, verglichen mit 13 Milliarden US-Dollar im gleichen Zeitraum des Vorjahres.
Der tatsächlich erfolgte Zufluss direkter Auslandsinvestitionen stieg ebenfalls deutlich um 42,6 % auf 10,73 Milliarden US-Dollar.
„In einer Zeit, in der die angespannten geopolitischen Verhältnisse im Nahen Osten einen zunehmenden Abwärtsdruck auf die globalen Investitionstätigkeiten ausüben, ist es bemerkenswert, dass sowohl die zugesagten als auch die tatsächlich getätigten ausländischen Direktinvestitionen gestiegen sind“, erklärte das südkoreanische Ministerium für Handel, Industrie und Energie.
„Dies zeigt, dass zuvor zugesagte Projekte umgesetzt werden. Gleichzeitig fließen aufgrund des Vertrauens in die Lieferketten der südkoreanischen Spitzentechnologiebranchen und in das Innovationsökosystem auch neue Investitionen nach Südkorea“, ergänzte das Ministerium.
Nach Branchen betrachtet zog die verarbeitende Industrie im ersten Halbjahr Zusagen in Höhe von 3,81 Milliarden US-Dollar an, was einem Rückgang von 28,4 % im Vergleich zum gleichen Zeitraum 2025 entspricht. Der Hauptgrund hierfür war der Rückgang der Investitionen in die Chemie- und Elektronikindustrie.
Auf der anderen Seite stiegen die Investitionszusagen im Bereich Maschinenbau und Medizintechnik auf über das Doppelte und erreichten 870 Millionen US-Dollar.
Im Dienstleistungssektor stiegen die zugesagten ausländischen Direktinvestitionen um 27,9 % auf 9,07 Milliarden US-Dollar, wobei die Branchen Finanzen und Immobilien besonders herausragten.
Bezogen auf die Herkunftsländer gingen die Investitionszusagen aus den USA und China im ersten Halbjahr im Vergleich zum Vorjahr um 2,5 % bzw. 18,6 % auf 3,05 Milliarden US-Dollar bzw. 1,48 Milliarden US-Dollar zurück.
Im Gegensatz dazu stiegen die Investitionen aus „anderen Staaten“, darunter Singapur und Großbritannien, um 65,4 % auf 6,2 Milliarden US-Dollar und führten damit das Gesamtwachstum an.
Das südkoreanische Ministerium für Handel, Industrie und Energie hat zugesichert, weiterhin die Koordination mit ausländischen Unternehmen zu fördern und eng mit den zuständigen Behörden zusammenzuarbeiten, um ein stabiles Investitionsumfeld zu schaffen.
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